Schallleitungsschwerhörigkeit: Studie beleuchtet nichtinvasive Hörgeräte11. April 2025 Foto: New Africa/stock.adobe.com Ein neuer Hörgerätetyp, der eine Anordnung von mikroepidermalen Aktuatoren verwendet, kann das Hörergebnis für Patienten mit Schallleitungsschwerhörigkeit deutlich verbessern. Forschende der Wake Forest University School of Medicine konnten einen neuen Ansatz für die Behandlung von Schallleitungsschwerhörigkeit aufzeigen. Das Team unter der Leitung von Mohammad J. Moghimi, Ph.D., Assistenzprofessor für biomedizinische Technik, entwickelte ein neuartiges Hörgerät, das nicht nur das Hörvermögen verbessert, sondern auch eine sichere, nichtinvasive Alternative zu implantierbaren Geräten und korrigierenden Operationen ist. „Die Behandlung von Schallleitungsschwerhörigkeit umfasst chirurgische Korrekturen und implantierbare Hörgeräte, die vor allem für Kinder sehr invasiv sein können“, so Moghimi. Um Vibrationen zu erzeugen, die stark genug sind, um die Cochlea zu erreichen, entwickelte das Forschungsteam ein flexibles Hörgerät. Es nutzt mikroepidermale Aktuatoren, um Vibrationen auf der Haut hinter dem Ohr zu erzeugen, die dann unter Umgehung des Gehörgangs direkt zum Innenohr gelangen. Das Team um Moghimi testete seinen Ansatz im Rahmen einer Studie mit zehn Teilnehmern im Alter zwischen 19 und 39 Jahren. Diese trugen Ohrstöpsel und Kapselgehörschützer, um eine Schallleitungsschwerhörigkeit zu simulieren. Anschließend testeten die Forschenden Anordnungen von Aktuatoren, um die Vibrationsstärke zu erhöhen, die Klangqualität zu verbessern und die Richtung der Vibrationen zu steuern. „Wir haben herausgefunden, dass die Verwendung eines Arrays dieser Aktuatoren anstelle eines einzelnen die Stärke und Qualität der Vibrationen deutlich erhöht, was zu besseren Hörergebnissen führt“, so Moghimi. Er wies auch darauf hin, dass eine Verbesserung des Hörvermögens bei Kindern Verzögerungen in der Sprach- und Sprechentwicklung verringern und die schulische Entwicklung fördern kann. „Diese Technologie hat das Potenzial, die Lebensqualität von Kindern mit Hörproblemen zu verbessern und die Art und Weise, wie wir pädiatrische Hörgeräte einsetzen, zu verändern“, zeigte Moghimi überzeugt. Als nächstes wollen sich er und sein Team auf eine größere Studie konzentrieren, um die Wirksamkeit und Sicherheit des Geräts bei Kindern und Erwachsenen weiter zu untersuchen.
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