Schönheitsbehandlungen und deren Einfluss auf die Hautgesundheit27. Januar 2026 © karelnoppe – stock.adobe.com (Symbolbild) Gleichgewicht, Widerstandskraft und Selbstheilung der Haut können durch ästhetische Verfahren beeinflusst werden, wie die Autoren einer Übersichtsarbeit im „Journal of Dermatologic Science and Cosmetic Technology“ ausführen. Mit der weltweit zunehmenden Nachfrage in der ästhetischen Dermatologie zeigt eine neue Übersichtsarbeit, wie einige Verfahren die fundamentalen Funktionen der Hautgesundheit beeinflussen. Die Autoren betrachteten Mesotherapie, Photorejuvenation, fraktionierte Laser und Pikosekundenlaser, Thermalifting sowie mikrofokussierten Ultraschall (MFU). Sie schlussfolgern, dass diese Behandlungen zwar das Erscheinungsbild der Haut verbessern, gleichzeitig jedoch die Fähigkeit der Haut herausfordern, ihr Gleichgewicht zu wahren, sich nach außen zu verteidigen und sich selbst zu regenerieren. Drei Kernfunktionen der Haut „Gesunde Haut beruht auf drei Kernfunktionen: Gleichgewicht, Widerstandskraft und Selbstheilung“, erläutert der korrespondierende Autor CUI Bin vom MOYAL LAB. Nicht chirurgische Verfahren seien zwar minimal-invasiv, könnten diese Funktionen jedoch vorübergehend stören und so zu Erythem, erhöhter Sensitivität, einem erhöhten Infektionsrisiko oder Pigmentstörungen führen. Die Übersichtsarbeit beschreibt im Detail, wie die einzelnen Verfahren mit der Biologie der Haut interagieren. So können Laser beispielsweise die Integrität der epidermalen Barriere beeinträchtigen und das mikrobielle Gleichgewicht der Haut verändern, während injizierbare Verfahren Immunreaktionen auslösen können. Unterstützung der Hautregeneration Von besonderer Bedeutung ist, dass das Autorenteam auch gezielte Strategien der Nachbehandlung beschreibt – darunter barriereaufbauende bzw. barrierereparierende Externa, konsequente Photoprotektion sowie mikrobiomfreundliche Hautpflegeprodukte –, um eine sichere und effektive Erholung der Haut zu unterstützen. „Das Verständnis dieser Interaktionen ermöglicht es Klinikern, Behandlungen und Nachsorge zu individualisieren, Komplikationsrisiken zu reduzieren und gleichzeitig den Nutzen zu maximieren“, ergänzt HAN Ruifang, Erstautor der Übersichtsarbeit. „Es geht nicht nur um die Steigerung der Attraktivität – es geht um die Erhaltung der Hautgesundheit.“ (ins)
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