Schwangerschaft: Probiotika stärken im Tiermodell das Immunsystem von Müttern und Nachkommen19. August 2024 Foto: © airborne77/stock.adobe.com Die Gabe von Probiotika an schwangere Mäuse kann sowohl das Immunsystem als auch das Verhalten der Mütter und ihrer Nachkommen verbessern, so eine neue Studie der Ohio State University, USA. „Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass bestimmte Probiotika, die Müttern während der Schwangerschaft verabreicht werden, das Verhalten ihrer Nachkommen verbessern können und möglicherweise den Stoffwechsel gängiger Aminosäuren in unserer Nahrung beeinflussen. Probiotika können auch dazu beitragen, den negativen Auswirkungen von pränatalem Stress entgegenzuwirken“, erklärt die Hauptautorin der Studie, Tamar Gur. Die Ergebnisse der Studie wurden in der Fachzeitschrift „Brain, Behavior, and Immunity“ veröffentlicht. Kontrolle von Entzündungen und der Gehirnentwicklung Die Forscher unter der Leitung von Jeffrey Galley, Erstautor der Veröffentlichung, fanden heraus, dass das Probiotikum Bifidobacterium dentium die Verarbeitung bestimmter Aminosäuren wie Tryptophan durch den Körper verändern kann. Während der Schwangerschaft trägt Tryptophan zur Kontrolle von Entzündungen und der Gehirnentwicklung bei. „Wir haben eindeutige Beweise dafür, dass dieses spezielle Probiotikum dazu beiträgt, stressbedingte Probleme sowohl bei den Müttern als auch bei ihren Kindern zu verringern, und dass es den Babys hilft, an Gewicht zuzunehmen und ihr Sozialverhalten zu verbessern“, betont Gur,. Gurs Forschungsteam hat untersucht, wie pränataler Stress zu einer abnormalen Gehirnentwicklung und Verhaltensänderungen bei den Nachkommen führen kann. Bisher haben sie herausgefunden, dass Stress mit Veränderungen der Gehirnentzündung und des Aminosäurestoffwechsels sowie mit einer langfristigen Verringerung des Sozialverhaltens und abnormalen Mikrobiomen bei den Nachkommen verbunden ist. Diese Studie erweitert nun das Verständnis darüber, wie Darmmikroben und Probiotika den Aminosäurestoffwechsel beeinflussen und bei Verhaltens- und Immunproblemen im Zusammenhang mit pränatalem Stress helfen können. Die Studie unterstreiche somit die Vorteile dieses Probiotikums, selbst wenn kein Stress vorhanden ist, schreiben die Autoren.
Mehr erfahren zu: "Progesteron beeinflusst die Emotionsregulation im Gehirn" Progesteron beeinflusst die Emotionsregulation im Gehirn Der Einfluss des Hormons Progesteron auf die Stimmung ist hinlänglich bekannt. Nun haben Forschende der Universität Barcelona nachgewiesen, dass ein höherer Progesteronspiegel während des Menstruationszyklus mit weniger ausgeprägten Aktivitätsmustern in […]
Mehr erfahren zu: "Hormonersatztherapie mit geringerem Demenzrisiko assoziiert" Hormonersatztherapie mit geringerem Demenzrisiko assoziiert Eine Hormonersatztherapie (HRT) kann das Demenzrisiko senken, insbesondere bei bestimmten Gruppen von Frauen – so das Ergebnis einer Studie der University of East Anglia und der University of Exeter (England).
Mehr erfahren zu: "Gestationsdiabetes: Typ-2-Diabetes nicht nur häufiger, sondern auch früher und schwerer" Gestationsdiabetes: Typ-2-Diabetes nicht nur häufiger, sondern auch früher und schwerer Frauen, die während einer Schwangerschaft einen Gestationsdiabetes entwickeln, erkranken später im Durchschnitt fast 13 Jahre früher an Typ-2-Diabetes als Frauen ohne Schwangerschaftsdiabetes. Zudem benötigen sie häufiger bereits kurz nach der […]