Schwarzkümmel und Essig: Wirksame Alternative bei Akne vulgaris?3. April 2025 © M. Schuppich – stock.adobe.com (Symbolbild) Eine neue Studie untersuchte die Wirksamkeit von Nigella sativa und Essig als Behandlungsmethode bei Akne vulgaris. Erste Ergebnisse deuten auf ein therapeutisches Potenzial hin. Akne vulgaris entsteht durch eine Kombination von Faktoren, darunter genetische Veranlagung, hormonelle Veränderungen, bakterielle Besiedlung durch Cutibacterium acnes und Umwelteinflüsse wie Ernährung, Klima und psychischer Stress. Konventionelle Aknebehandlungen, darunter Benzoylperoxid, Antibiotika und Retinoide, sind zwar wirksam, gehen aber häufig mit Nebenwirkungen wie Trockenheit der Lippen und Nasenschleimhaut sowie Bindehautentzündung einher. Daher besteht weiterhin Bedarf an sichereren Alternativen. Traditionelle Heilsysteme wie Unani könnten hier potenzielle Lösungen anbieten. Unani ist ein altes Heilsystem mit Ursprung in Zentralasien. In der Unani-Medizin wird Akne vulgaris auf ein Ungleichgewicht der Körpersäfte zurückgeführt. Die Behandlung konzentriert sich auf die Verwendung natürlicher Verbindungen mit antimikrobiellen, entzündungshemmenden und entgiftenden Eigenschaften. Zu den empfohlenen Mitteln gehören Kalonji (Nigella sativa) und Sirka (Essig). In einer neuen Studie, die im „Journal of Dermatologic Science and Cosmetic Technology“ veröffentlicht wurde, untersuchte eine Gruppe indischer Forschender die Wirksamkeit und Sicherheit einer topischen Formulierung, die Kalonji und Sirka kombiniert, zur Behandlung von leichter bis mittelschwerer Akne vulgaris. Die Formulierung wurde mit einer 5%igen Benzoylperoxid-Lösung verglichen. An der prospektiven, offenen, randomisierten, kontrollierten Studie nahmen 43 Personen im Alter von 13 bis 40 Jahren teil und wurden 28 Tage lang behandelt. Die Probanden wurden in zwei Gruppen aufgeteilt: Eine Gruppe verwendete ein Liniment aus Kalonji-Pulver und Essig, die andere ein Benzoylperoxid-Gel. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Formulierung therapeutisches Potenzial als alternative Aknebehandlung haben könnte. Die Forschenden empfehlen weitere Studien mit größeren Stichproben, längeren Nachbeobachtungszeiträumen und verblindeten Designs. Darüber hinaus könnten fortschrittliche Methoden wie Genomik und Metabolomik eingesetzt werden, um tiefere Einblicke in die Wirkmechanismen zu gewinnen.
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