SpiFa führt seine Kampagne zum Thema „Hygiene“ fort11. Oktober 2021 SpiFa-Vorstand Axel Schroeder. Foto: SpiFa/Schoelzel Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) führt seine im August gestartete Hygienekampagne fort. Grund sei „die fortwährende Verweigerungshaltung der Gesetzlichen Krankenkassen, ein schlüssiges und gerechtes Angebot zur ausreichenden Finanzierung von Hygiene- und Medizinprodukteaufbereitungsmaßnahmen vorzulegen”. Nach Angaben des SpiFa sind die Kosten für eine qualitätsgesicherte und validierte Aufbereitung von medizinischen Geräten in den letzten Jahren erheblich angestiegen und können aus den von den Gesetzlichen Krankenkassen für die damit zu erbringenden Leistungen am Patienten gezahlten Beträge nicht mehr gedeckt werden. Dr. Axel Schroeder, Vorstandsmitglied des SpiFa: „Gerade die Pandemie hat deutlich gemacht, wie wichtig ein Schutz vor lebensgefährlichen Infektionen ist. Diesen Schutz für Patienten, Mitarbeiter und nicht zuletzt sich selbst können die Fachärztinnen und Fachärzte aber nur gewährleisten, wenn Ihnen dafür die nötigen Mittel bereitgestellt werden. Die zuletzt von den Gesetzlichen Krankenkassen angebotene zusätzliche Pauschale über im Schnitt 960 Euro pro Jahr und Praxis ist völlig realitätsfern und benachteiligt zudem Fachrichtungen, die durch einen besonders hohen Hygieneaufwand gekennzeichnet sind. Wir werden daher nicht müde, auf Bundes- und Landesebene unsere Positionen für die Fachärztinnen und Fachärzte in die Honorarverhandlungen zwischen KBV und KVen einerseits als auch den Gesetzlichen Krankenkassen andererseits zu verdeutlichen.“ Bereits seit Mitte August gehen der SpiFa im Zusammenschluss der Fachärztinnen und Fachärzte seiner Mitgliedsverbände bundesweit auf die gesetzlich Versicherten zu, um sie für die gestiegenen Kosten und die Verweigerungshaltung der Krankenkassen zur Kostenübernahme zu sensibilisieren. Darüber hinaus werden auch bestimmte Leistungen nicht mehr im gewohnten Ausmaß angeboten. “Die Gesetzlichen Krankenkassen und der GKV-Spitzenverband üben sich indes weiterhin in Zurückhaltung. Auch seitens der Politik gibt es keine Signale, sich des Themas anzunehmen”, kritisiert der Spitzenverband. Daher hätten sich der SpiFa und seine Mitgliedsverbände dazu entschlossen, die Maßnahmen noch einmal deutlich auszuweiten und zu verlängern. „Sollte es weiterhin seitens der Politik und der Krankenkassen kein Einsehen geben, werden Ärzte in Zukunft noch mehr gezwungen sein, an anderen Stellen Einsparungen vorzunehmen. Das geht in den meisten Praxen nur noch über Reduzierung von Fachpersonal“, so Schroeder. Dies gehe wiederum zu Lasten der Patienten, der Qualität der Behandlung und wirke sich mittelfristig auch auf Gesundheitssystem und den Arbeitsmarkt aus, was der SpiFa bedauere.
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