Station für Dialektisch-Behaviorale-Therapie (DBT-A) erhält Zertifizierung16. Dezember 2024 Das multiprofessionelle Team der Station A20 mit dem Schwerpunkt für Dialektisch Behaviorale Therapie hält stolz die Zertifizierungs-Urkunde in der Hand (v.l.): Tanja Krabbe, Davina Hahn, Barbara Nonn, Dr. Harald Schneeweiß und Marion Tüllmann. (Bild: LWL/Klaudia Suilmann) Die Station A 20 der kinder- und jugendpsychiatrischen LWL-Universitätsklinik Hamm hat eigenen Angaben zufolge die Zertifizierung für Dialektisch-Behaviorale Therapie für Adoleszente, kurz DBT-A erhalten. Die Therapieform geht auf die Bedürfnisse von Jugendlichen ein, die ihre Emotionen schlecht regulieren können. Auf der Station A20 werden überwiegend Mädchen im Alter von 14 bis 18 Jahren behandelt, die Probleme mit der Regulation ihrer Emotionen haben und zum Beispiel auf intensiv erlebte Gefühlszustände mit selbstschädigendem Verhalten reagieren. Dafür stehen sechs bis acht stationäre Behandlungsplätze zur Verfügung. „In der DBT-A entwickeln und trainieren die Jugendlichen neue Verhaltensweisen mithilfe sogenannter Skills. Sie lernen, mit ihren Gefühlen besser umzugehen und Krisensituationen anders zu begegnen als bisher. Sie achten mehr auf sich selbst und gewinnen so bessere Kontrolle über ihre Emotionen“, erklärt Dr. Harald Schneeweiß, Oberarzt und Experte für DBT. Die erfolgreiche Zertifizierung als DBT-A-Einheit bestätigt, dass die Fachklinik die hohen Standards und Anforderungen erfüllt, die für die Implementierung dieser Therapieform notwendig sind. Dabei blickt die Fachklinik eigenen Angaben zufolge auf einige Jahre Erfahrungen zurück: Seit 2011 wird die Therapieform dort bereits eingesetzt. In den zurückliegenden Jahren hat das multiprofessionelle Team umfangreiche Schulungen und Supervisionen absolviert, um sicherzustellen, dass alle an der Zertifizierung teilnehmenden Mitarbeitenden die Prinzipien und Techniken der Therapie beherrschen. „Die DBT-A-Zertifizierung ermöglicht es uns, unsere therapeutischen Angebote weiter auszubauen und noch gezielter auf die Bedürfnisse unserer jungen Patientinnen und Patienten einzugehen. Wir sind überzeugt, dass diese Therapieform einen positiven Einfluss auf den Genesungsprozess hat und dazu beiträgt, die Lebensqualität unserer Patientinnen nachhaltig zu verbessern“, erklärt Schneeweiß. Anfragen zur Aufnahme können über die Institutsambulanz der LWL-Universitätsklinik Hamm erfolgen (Tel. 02381 893-3000, E-Mail [email protected]).
Mehr erfahren zu: "Umstrittene Investments: Krankenkassen beklagen Millionenverluste" Umstrittene Investments: Krankenkassen beklagen Millionenverluste Wenn Krankenkassen Geld anlegen, müssen Verluste laut Gesetz ausgeschlossen erscheinen. In vielen Fällen haben Investments in fragwürdige Anlagen offenbar jedoch zu Totalausfällen von Millionensummen geführt. Das Geld stammt von Versicherten.
Mehr erfahren zu: "Long-COVID: Nachtarbeit ist mit einem höheren Risiko verbunden" Long-COVID: Nachtarbeit ist mit einem höheren Risiko verbunden Laut einer Auswertung von Daten aus der COVICAT-Kohorte haben Nachtschicht-Arbeiter ein fast doppelt so hohes Risiko, an Long-COVID zu leiden. Chronische Schlaflosigkeit erhöhte dieses Risiko zusätzlich.
Mehr erfahren zu: "Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen: Betroffene haben auch ein erhöhtes Risiko für psychische Erkrankungen" Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen: Betroffene haben auch ein erhöhtes Risiko für psychische Erkrankungen Die Autoren einer aktuellen Studie stellten bei Patienten it Chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CEDs) langfristige Risiken für Depressionen, Angsterkrankungen und Substanzmissbrauch fest, die sich nicht allein durch familiäre Faktoren erklären ließen.