Strategische Allianz: Universitätsmedizin und Bergmannstrost vereinbaren weitreichende Kooperation15. Januar 2019 Bild: Andrey Popov, fotolia.com Vertreter der Universitätsmedizin Halle (Saale) – Universitätsklinikum (UKH) und Medizinische Fakultät – und die Geschäftsführung des BG Klinikums Bergmannstrost Halle haben vertraglich eine strategische Allinanz begründet. „Die 2014 gestartete Zusammenarbeit zwischen der Universitätsmedizin Halle und dem BG Klinikum Bergmannstrost Halle hat sich bewährt. Ich freue mich, dass diese wichtige Kooperation nun auf ein stabiles und zukunftsorientiertes Fundament gestellt wird”, erklärte Prof. Armin Willingmann, Geschäftsführer der BG-Kliniken. In einer Stadt wie Halle müssten und könnten nicht alle Krankenhäuser alle Leistungen anbieten. Sinnvoller se es daher, sich auf Kernkompetenzen zu konzentrieren. Davon profitierten Kliniken, Patienten und auch die Steuerzahler, so Willigmann. „Vor dem Hintergrund der großen demographischen Herausforderungen und des Fachkräftemangels im Gesundheitswesen wird das nächste Jahrzehnt unzweifelhaft unter der Überschrift „Kooperation zur Sicherstellung des Versorgungsauftrages“ stehen und zwar sowohl versorgungsstufen- wie sektorenübergreifend”, ist Prof. Thomas Moesta überzeugt. Für diesen kooperativen, einen sinnvoll-wechselseitigen Schwerpunktbildung unterstützendem Ansatz, sei der Kooperationsvertrag zwischen den BG-Kliniken und dem UKH sowie der Medizinischen Fakultät ein hervorragendes Beispiel, so der Ärztliche Direktor des halleschen Universitätsklinikums, . Prof. Michael Gekle, Dekan der Medizinischen Fakultät, erwartet neben einen Mehrwert in der Krankenversorgung, zudem einen wichtigen Beitrag für die Versorgungsforschung an der Fakultät und für die patientenorientierte Forschung in den Bereichen Rehabilitation und Traumatologie. „Die breite Vertretung dieser Forschungsbereiche an der Medizinischen Fakultät Halle ist eine – zukunftsweisende – Besonderheit und ermöglicht die wissenschaftliche Bearbeitung von Problemen der gesundheitlichen Versorgung über Professionsgrenzen hinweg. Dadurch wird die zukünftige gesundheitliche Daseinsfürsorge der Bevölkerung im südlichen Sachsen-Anhalt und darüber hinaus abgesichert und weiterentwickelt”, so Gekle. Mit der institutionellen Kooperation würden notwendige Entwicklungen, wie sie der Masterplan Medizinstudium 2020 und Qualitätsansprüche im Gesundheitswesen forderten vorweggenommen. Die strategische Allianz soll die bestehende Zusammenarbeit beider Kliniken fortführen und weiter ausbauen. Eine enge, standortübergreifende Zusammenarbeit erfolge bereits jetzt mit der gemeinsamen Besetzung der Chefarztpositionen in der Allgemeinchirurgie als auch in der Kindertraumatologie. Zudem existiere bereits ein gegenseitiges Ausfallkonzept für Großgeräte (MRT, CT etc.). Für die Zukunft haben sich die Vertragsparteien nun weitere Ziele gesteckt: Stärkung der patientenorientierten klinischen Forschung, besonders in den Bereichen Traumatologie, Rehabilitation und Versorgungsforschung Ausweitung der studentischen Lehre in den Bereichen Traumatologie und Rehabilitationsmedizin Sicherung und Verbesserung der regionalen, patientenorientierten Versorgungsqualität durch Zusammenführung vorhandener Strukturen, Mittel und fachlicher Kompetenz Verbindung der jeweils vorhandenen Fachexpertise zur Förderung qualitätsorientierter medizinischer Spezialisierung und Bildung klinischer Zentren Durch die Zusammenführung vorhandener Strukturen, Mittel und fachlicher Kompetenzen würden die Voraussetzungen für die medizinische Spezialisierung und die Bildung klinischer Zentren geschaffen, so die Vertragspartner. So würde eine enge Kooperation in der Krankenversorgung (z.B. in gemeinsamen Departmentstrukturen, klinischen Prozessen, Hintergrunddiensten und Ausfallkonzepten) helfen, Redundanzen zu minimieren und die wirtschaftliche Effizienz und die Effektivität medizinischer Prozesse zu steigern. Durch die zielgerichtete Bündelung vorhandener Ressourcen würde die Kooperation zum Abbau von Über- und Fehlversorgungen in Sachsen-Anhalt beitragen.
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