Studie: In-utero-Stammzelltherapie bei Spina bifida ist sicher2. März 2026 Forschenden ist es gelungen, mit einer Kombination aus Fötalchirurgie und Stammzelltherapie Föten mit Spina bifida erfolgreich zu behandeln. (Foto: © Pepermpron – stock.adobe.com) Eine klinische Phase-I-Studie hat gezeigt, dass die Kombination von Stammzelltherapie und standardmäßiger Fötalchirurgie vor der Geburt ein sicherer und vielversprechender Ansatz zur Behandlung von Myelomeningozele ist. Wie die Autoren in „The Lancet“ berichten, sei dies ist das erste Mal, dass lebende Stammzellen an der beschädigten Wirbelsäule eines Fötus eingesetzt wurden, was im Vergleich zur herkömmlichen Fötalchirurgie zu besseren Ergebnissen bei den betroffenen Babys führen könnte. Die derzeitige Behandlungsmethode der Spina bifida umfasst eine Operation während der Schwangerschaft, um die Öffnung der Wirbelsäule zu schließen, wodurch einige Komplikationen reduziert werden können, jedoch häufig nicht alle neurologischen Probleme verhindert werden. Mesenchymale Stammzellen aus der Plazenta schützen das Nervengewebe In der Studie unterzogen sich sechs schwangere Frauen, deren Föten mit Spina bifida diagnostiziert worden waren, einer Standard-Fötaloperation sowie einem zusätzlichen Schritt, bei dem Chirurgen während der Operation plazentare mesenchymale Stammzellen (PMSCs) direkt auf das freiliegende Rückenmark aufbrachten. Diese Zellen sind für ihre Fähigkeit bekannt, Entzündungen zu reduzieren, die Heilung zu fördern und Nervengewebe zu schützen. Bei allen sechs Babys, die zwischen Juli 2021 und Dezember 2022 geboren wurden, war die Wirbelsäulenreparatur intakt und es zeigten sich keine Anzeichen einer Infektion, eines abnormalen Gewebewachstums oder einer Tumorbildung. MRT-Untersuchungen nach der Geburt bestätigten, dass die mit Spina bifida verbundenen Hinterhirnhernien in allen Fällen rückgängig gemacht wurden. Darüber hinaus traten bei den Säuglingen während der Studie und der Nachsorge keine schwerwiegenden Nebenwirkungen auf, die auf die Stammzellbehandlung zurückzuführen waren. Die Kinder in dieser Studie werden bis zum Alter von sechs Jahren sorgfältig überwacht und regelmäßig untersucht und beurteilt. Diese langfristige Nachbeobachtung wird den Forschern helfen, zu bestätigen, dass die Stammzellbehandlung sicher bleibt und die Mobilität, Gesundheit und Lebensqualität der Kinder während ihres Wachstums verbessert. Meilenstein für die In-utero-Stammzellbehandlung Derzeit laufen weitere groß angelegte, langfristige klinische Studien, um die Operationstechniken und Behandlungsprotokolle weiter zu verfeinern. Diese Studien sollen bestätigen, dass Kinder, die diese Therapie erhalten, bereits bei der Geburt von Vorteilen profitieren, ihre Mobilität verbessern und eine bessere Lebensqualität genießen. Während dieses gesamten Prozesses werden die Aufsichtsbehörden eng mit dem Forschungsteam zusammenarbeiten, um die Sicherheit und Wirksamkeit sorgfältig zu überwachen. Die Forscher möchten diese Stammzelltherapie als sichere und standardmäßige Option für die fetale Reparatur von Spina bifida etablieren und damit Familien weltweit, die von dieser Erkrankung betroffen sind, neue Hoffnung geben. Sie sind überzeugt, dass diese Ergebnisse einen wichtigen Meilenstein auf dem Gebiet der In-utero-Stammzellbehandlung von Geburtsfehlern darstellen und den Weg für zukünftige Fortschritte bei der Verwendung von Stammzellen während der Fetalchirurgie zur Behandlung anderer angeborener Erkrankungen ebnen. (ej/BIERMANN)
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