Tabakwerbung im Einzelhandel beeinflusst Rauchverhalten

Häuser-Fassade mit Schild zum Tabakverkauf
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In der GeoSmoking-Studie berichteten erwachsene Raucher bei stärkerer Tabakwerbung von erhöhtem Konsum und mehr Rauchverlangen. Die Effekte traten bereits bei kurzfristiger Exposition auf.

Die Autoren einer neuen Studie im „JAMA Network Open“ haben sich damit beschäftigt, ob bei Rauchern die Exposition gegenüber Tabakwerbung dort, wo Tabakwaren verkauft werden, das Rauchverhalten verändert. Konkret untersuchten die Wissenschaftler die Hypothesen, dass Personen an Tagen, an denen sie im Einzelhandelt stärker als normal Tabakwerbung ausgesetzt waren, ein stärkeres Verlangen nach Zigaretten zeigen bzw. auch tatsächlich mehr rauchen.

Die für die GeoSmoking-Studie rekrutierten Teilnehmer waren 21–65 Jahre alt, hatten in den 6 Monaten vor Eintritt in die Untersuchung mindestens 5 Zigaretten täglich geraucht, besaßen ein Smartphone (zwecks Geolokalisierung) und lebten in den US-Bundesstaaten Pennsylvania, New Jersey oder Delaware. Die Datenerhebung erfolgte im Zeitraum 25.05.2022–10.06.2024.

Insgesamt wurden 273 Teilnehmer in die finalen Analysen einbezogen (durchschnittliches Alter 42,5 Jahre; 151 Frauen). Multilevel-Modelle bestätigten beide vorab aufgestellten Hypothesen. An Tagen, an denen Personen im Einzelhandel mehr Tabakwerbung ausgesetzt waren als im Durchschnitt, berichteten sie von einem signifikant höheren Verlangen und rauchten signifikant mehr Zigaretten. (ac)