Tumorimmun-Mikroumgebung des Nasopharynxkarzinoms nach Gemcitabin plus Cisplatin2. Januar 2024 Foto: MQ-Illustrations/stock.adobe.com Die Chemotherapie mit Gemcitabin plus Cisplatin (GP) ist die Standardtherapie bei Nasopharynxkarzinomen (NPC). Bislang waren die Mechanismen, die ihrer klinischen Aktivität zugrunde liegen, unklar. In einer aktuellen Studie zeigen Wissenschaftler um Jiawei Lv vom Sun Yat-sen University Cancer Center in Guangzhou, China, anhand der Einzelzell-RNA- und der T- und B-Zell-Rezeptor-Sequenzierung gematchter NPC-Proben – therapienaiv und post-GP-Chemotherapie (15 Paare) –, dass die GP-Chemotherapie eine Antitumor-Immunantwort aktivierte, die von Innate-Like B-Zellen (ILB) dominiert wurde. Wie die Autoren ausführen, hätten durch die Chemotherapie induzierte DNA-Fragmente den STING Typ-I-Interferon-abhängigen Signalweg aktiviert, um die Expression des MHC*-Klasse-I-Komplexes in Krebszellen zu erhöhen, und gleichzeitig über die Signalübertragung des Toll-like-Rezeptors 9 ILB induziert. ILB expandierten überdies follikuläre und Typ1-T-Helferzellen über die ICOSL-ICOS-Achse und verstärkten daraufhin nach den Chemotherapien zytotoxische T-Zellen in tertiären lymphoiden organähnlichen Strukturen, denen es an Keimzentren mangelte. Wie sich zeigte, war die ILB-Dichte in einer Phase-III-Studie mit Patienten mit NPC, die eine GP-Chemotherapie erhielten, positiv mit dem OS und dem DFS verbunden (NCT01872962, n=139). Sie diente auch als Prädiktor für günstige Ergebnisse bei Patienten mit NPC, die mit einer Kombination aus GP und Immuntherapie behandelt wurden (n=380). „Insgesamt liefert unsere Studie eine hochauflösende Karte der Tumorimmun-Mikroumgebung nach einer GP-Chemotherapie und deckt eine Rolle der B-Zell-zentrierten Antitumorimmunität auf“, bilanzieren die Studienautoren. Darüber hinaus hätten sie ILB auch als potenziellen Biomarker für die GP-basierte Behandlung beim NPC identifiziert und validiert, was das Patientenmanagement verbessern könnte, ergänzen sie. (sf) *Haupthistokompatibilitätskomplex
Mehr erfahren zu: "Gassen zum BStabG: „Wir werden eine Zäsur in der Versorgung Gesetzlich Krankenversicherter erleben“" Gassen zum BStabG: „Wir werden eine Zäsur in der Versorgung Gesetzlich Krankenversicherter erleben“ Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Andreas Gassen, hat das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BStabG) auf der KBV-Vertreterversammlung in Berlin scharf kritisiert.
Mehr erfahren zu: "„Die Praxen müssen die Hoheit über ihre Terminorganisation behalten“" „Die Praxen müssen die Hoheit über ihre Terminorganisation behalten“ Eine Digitalisierung, die Praxen entlastet und die Versorgung verbessert, forderte Dr. Sibylle Steiner, Mitglied des Vorstands der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), auf der KBV-Vertreterversammlung in Berlin am 4. September.
Mehr erfahren zu: "Hofmeister auf der KBV-Vertreterversammlung: „Praxen schaffen Arbeitsplätze und Kaufkraft“" Hofmeister auf der KBV-Vertreterversammlung: „Praxen schaffen Arbeitsplätze und Kaufkraft“ Die volkswirtschaftliche Bedeutung von Arzt-Praxen hat der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Stephan Hofmeister, auf der KBV-Vertreterversammlung in Berlin hervorgehoben.