Übermäßiger Gewichtsanstieg korreliert mit dem Schweregrad einer Psoriasis22. Juni 2025 © Supavadee – stock.adobe.com (Symbolbild) Eine chinesische Studie zeigt mittels Mendel’scher Randomisierung und Regressionsanalysen: Ein höherer BMI ist kausal mit einem schwereren Verlauf der Psoriasis assoziiert. Die Autoren empfehlen ein strukturiertes Gewichtsmanagement. Sowohl aus genetischer als auch klinischer Perspektive bestätigt die Studie einer chinesischen Arbeitsgruppe, dass ein abnormaler Gewichtsanstieg mit dem Schweregrad der Psoriasis korreliert. Zu diesem Ergebnis gelangen die Forschenden, nachdem sie den kausalen Zusammenhang zwischen dem Body-Mass-Index (BMI) und dem Schweregrad der Psoriasis mittels bidirektionaler Mendel’scher Randomisierung (MR) und Regressionsanalysen untersucht haben. In der multizentrischen Studie wurden die MR-Analysen mit den Regressionsanalysen kombiniert. Die MR-Analysen umfassten Daten von 366.776 Personen aus der BMI Genome-Wide Association Study (GWAS). Regressionsanalysen wurden zu 1979 Psoriasis-Patienten aus 12 teilnehmenden Zentren durchgeführt (vom 31. Oktober 2019 bis 31. Mai 2022). Der Einfluss des BMI auf den Psoriasis-Schweregrad wurde anhand von OR und Regressionskoeffizienten für 3 Kernparameter bewertet: den PASI, die Body Surface Area (BSA) und den Dermatology Life Quality Index (DLQI). Unabhängige MR-Analysen zeigten eine signifikante kausale Assoziation zwischen dem BMI und der Entwicklung einer Psoriasis. Die erste MR-Analyse (MR1) ergab, dass ein erhöhter BMI signifikant mit einem höheren Psoriasis-Risiko einhergeht (OR 2,28; 95%-KI 1,33–3,92; p=0,003). Eine Folgestudie (MR2) bestätigte dieses Ergebnis mit einem OR von 2,37 (95%-KI 1,16–4,85; p=0,018) unter Verwendung der invers-varianzgewichteten Methode. Logistische Regressionsanalysen ergaben, dass jeder Anstieg des BMI um eine Einheit (nichtadjustierte Kovariaten) das Risiko für eine schwere Psoriasis (PASI ≥10, BSA ≥10%, DLQI ≥10) um 6%, 6% bzw. 3% erhöhte. Lineare Regressionsmodelle zeigten, dass ein BMI-Anstieg um eine Einheit mit einer Zunahme des mittleren PASI-Scores um 0,25 Punkte (p<0,001), des BSA-Scores um 0,34 Punkte (p=0,001) und des DLQI-Scores um 0,14 Punkte (95%-KI 0,05–0,23; p=0,001) assoziiert war. Aufgrund der Ergebnisse raten die Autoren dazu, ein Ernährungs- und Gewichtsmanagement bei der Behandlung von Patienten mit Psoriasis zu integrieren. (ins)
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