Überwachung von Zirrhose-Patienten auf Leberzellkarzinome: Schwellenwerte für nicht invasive Testverfahren definiert26. Februar 2026 Leberzirrhose (Abbildung: © eranicle/stock.adobe.com) Die mit einer Stoffwechseldysfunktion assoziierte steatotische Lebererkrankung (MASLD) ist die am schnellsten zunehmende Ursache für Leberzellkarzinome. Aktuelle Leitlinien empfehlen eine Überwachung auf Leberzellkarzinome bei Patienten mit Leberzirrhose, ohne jedoch die Rolle nicht invasiver Tests bei der Patientenauswahl genauer zu spezifizieren. Nun definierte ein Forschungsteam Schwellenwerte für verschiedene nicht invasive Tests, um MASLD-Patienten für die Überwachung auf Leberzellkarzinome (HCC) gezielt auszuwählen. Die multizentrische Längsschnittstudie erfolgte mit erwachsenen MASLD-Patienten aus 16 tertiären Zentren in den USA, Europa und Asien zwischen Februar 2004 und Januar 2023. Der primäre Endpunkt war das Auftreten eines HCC. Für 12.950 Patienten (41,1 % Männer; Alter 51,7 Jahre) lagen Daten für den Fibrosis-4(FIB-4)-Index und einer Lebersteifigkeitsmessung (LSM) vor. Nach einem Follow-up von 47,7 Monaten entwickelten 109 (0,8 %) ein HCC. Der FIB-4-Wert lag bei 66,3 Prozent der Patienten unter dem unteren Grenzwert (kleiner als 1,3 bei einem Alter unterhalb von 65 Jahren und kleiner als 2,0 bei einem Alter von mindestens 65 Jahren), bei 23,9 Prozent zwischen dem unteren Grenzwert und kleiner als 2,67, bei 3,4 Prozent zwischen 2,67 und kleiner als 3,25 und schließlich bei 6,4 Prozent bei mindestens 3,25. Die dazu entsprechende jährliche HCC-Inzidenz betrug 0,07 beziehungsweise 0,17 sowie 0,77 und schließlich 1,18 Prozent. Als eigenständiger Test belief sich die jährliche HCC-Inzidenz bei LSM-Werten von mindestens 10 kPa auf 0,2 Prozent und bei LSM-Werten von mindestens 20 kPa auf ein Prozent. Wurde eine LSM nur bei Patienten mit einem FIB-4 oberhalb des unteren Grenzwertes als zweiter Schritt durchgeführt, lag die jährliche HCC-Inzidenz bei LSM-Werten von mindestens 10 kPa bei mehr als 0,2 Prozent und bei LSM-Werten von mindestens 15 kPa bei mehr als einem Prozent. Allen MASLD-Patienten mit einem FIB-4-Wert von mindestens 3,25 oder einem LSM-Wert von mindestens 20 kPa sollte eine HCC-Überwachung angeboten werden. Bei einem zweistufigen Ansatz sagt ein LSM-Wert von mindestens 15 kPa und einem erhöhten FIB-4-Wert ein hohes HCC-Risiko voraus. (je)
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