Unerfüllter Kinderwunsch: Initiative „Gemeinsam Familien gründen“ – auch mit Info-Truck on tour8. Juni 2022 Aufklärung zum unerfüllten Kinderwunsch „Gemeinsam Familie gründen“. Bild: MentalStark GmbH, DeutschesGesundheitsPortal DGP Das Deutsche IVF-Register e.V. (D·I·R) und der Bundesverband Reproduktionsmedizinischer Zentren Deutschlands e.V. (BRZ) unterstützen gemeinsam mit anderen Verbänden und Akteuren die bundesweite Kampagne „Gemeinsam Familien gründen“, um damit das lückenhafte Wissen über das weit verbreitete Problem der ungewollten Kinderlosigkeit in der Bevölkerung und damit auch die Enttabuisierung anzugehen und voranzubringen. Für rund jedes zehnte Paar im Alter zwischen 20 und 50 Jahren in Deutschland ist es Realität, dass sich der Wunsch nach einem eigenen Kind nicht so einfach erfüllt wie erwartet und gehofft. Lebensentwürfe geraten ins Wanken, Beziehungen zerbrechen, wenn vermeintlich Selbstverständliches wie ein Kind in die Welt zu setzen, nicht gelingt. Viele Betroffenen leiden unter der Erwartungshaltung des uninformierten Umfelds und unter Stigmatisierung durch das tabubehaftete Thema Kinderlosigkeit. Die Daten des Deutschen IVF-Registers zeigen, dass heute in Deutschland jährlich ca. 20.000 Kinder mit der Unterstützung der Kinderwunschmedizin geboren werden. Eine beträchtliche Zahl. Aus einer Studie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) aus dem Jahr 2020 geht allerdings hervor, dass die wenigsten der Betroffenen von den durchaus vorhandenen Hilfsangeboten, auch den medizinischen, Gebrauch machen. Danach ist der Anteil ungewollt kinderloser Frauen und Männer im Alter zwischen 20 und 50 Jahren von 25 % im Jahr 2013 auf 32 % im Jahr 2020 gestiegen. Ein Viertel der befragten ungewollt Kinderlosen fühlt sich diskriminiert und mehr als die Hälfte nimmt den unerfüllten Kinderwunsch als ein gesellschaftliches Tabuthema wahr. Trotz ihrer belastenden Situation haben nur 25 % der befragten Frauen und 20 % der Männer eine ärztliche Abklärung in Anspruch genommen; psychologische Unterstützung suchten weniger als 10 % der Frauen mit Kinderwunsch. Diese Ergebnisse gaben den Anlass für die bundesweite Kampagne, denn sie verdeutlichen die große Notwendigkeit fundierter Information, die Notwendigkeit gegen Fehlannahmen und gar Mythen in der Bevölkerung vorzugehen und allgemein für das Thema zu sensibilisieren. Mit einem Info-Truck macht „Gemeinsam Familie gründen“ im Mai, Juni und Juli 2022 in sechs deutschen Städten Station und lädt ein, sich vor Ort zu informieren. In dem Info-Truck gibt es mehrmals täglich Impulsvorträge zu den Themen Fruchtbarkeit, schwanger werden, sowie individuelle Gesprächsangebote mit einer Kinderwunsch-Psychologin. Neben dem rollenden Informationsangebot ist die Webseite www.familien-gruenden.de am Start. Das Deutsche IVF-Register (D·I·R)® und der BRZ sind Partner der Info-Kampagne, denn sowohl für das Register als auch für die in Deutschland tätigen Kinderwunschärzte, die im BRZ organisiert sind und ihre Daten ins D·I·R liefern, ist Aufklärung und Enttabuisierung ein zentrales Anliegen. Mit im Boot ist auch die Deutsche Gesellschaft für Reproduktionsmedizin e.V. (DGRM). Der Dachverband Reproduktionsbiologie und -medizin e.V. (DVR) ist Unterstützer von „Gemeinsam Familien gründen“. Tourdaten und Stationen 27.05.2022 Düsseldorf 02.06.2022 Stuttgart 10.06.2022 Berlin 17.06.2022 München 25.06.2022 Frankfurt 01.07.2022 Hamburg
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