Universitätsklinikum Bonn: Arzt mit GMA-Preis für innovative Lehre ausgezeichnet9. August 2024 Dr. Florian Recker wurde von der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung e.V. mit dem GMA-Preis für Lehrende ausgezeichnet. | Quelle: privat Dr. Florian Recker, ein Mitglied der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn und des Universitätsklinikums Bonn, wurde von der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung e.V. mit dem GMA-Preis für Lehrende ausgezeichnet. Der nach zehn Jahren wiedereingeführte GMA-Preis honoriert Nachwuchs-Lehrende, die sich sehr für die Verbesserung der Lehre einsetzen. Recker fördert als Lehrkoordinator des Zentrums für Geburtshilfe und Frauenheilkunde am UKB seit 2017 die interdisziplinäre und interprofessionelle Lehre. Unter seiner Federführung wurde auch das deutschlandweit erste PJ-Wahlfach „Perinatologie“ eingeführt, das jetzt im Herbst 2024 an der Geburtshilfe und Neonatologie des UKB startet. Die Geburtsmedizin befasst sich mit der medizinischen Betreuung der werdenden Mutter ab der 28. Schwangerschaftswoche sowie des Neugeborenen während der Geburt und der ersten sieben Tage nach der Geburt. So können PJ-Studierende auf neue und interdisziplinäre Weise die Fachbereiche Geburtshilfe und Neonatologie kennenlernen. Zudem wurde Anfang 2022 die bestehende praktische Prüfung der Kinderheilkunde im letzten klinischen Medizin-Semester um die Frauenheilkunde erweitert, so dass diese jetzt interdisziplinär stattfindet. Bei den sogenannten „OSCE-Prüfungen“ durchlaufen die Medizinstudierenden eine Art Parcours, bei dem sie ihr praktisches Können, wie Gespräche führen, eine Brust auf Knoten abtasten, eine Geburt durchführen, einen Säugling reanimieren oder bei einem Kleinkind mit dem Stethoskop die Herztöne beurteilen, an Simulationspuppen oder Simulationspersonen beweisen müssen. Ultraschalldiagnostik in der Medizinerausbildung Außerdem ist Recker in das longitudinale Ultraschallcurriculum der Medizinischen Fakultät maßgeblich und führend eingebunden, in dem auf interprofessionelle Weise Kenntnisse der Sonographie erworben werden. Dabei setzt er auf den Point-of-Care-Ultraschall. Es wurden bereits Studien aus Bonn publiziert, die den Nutzen in der medizinischen Lehre belegen, heißt es in der Pressemitteilung. Ein weiteres seiner Lehrprojekte dreht sich um Nutzung der 3D-Drucktechnologie in der sonographischen Ausbildung. So entstanden beispielsweise in Kooperation mit der Rheumatologie und klinischen Immunologie am UKB ein 3D-Modell eines Fötus in der 12. Schwangerschaftswoche oder ein Fetus mit der LUTO-Erkrankung, einer schwerwiegenden Erkrankung der unteren Harnwege. „Anhand dieser 3D-Nachbildungen können wir typische Ultraschall-Untersuchungen und mögliche krankhafte Abweichungen modellieren und damit auch simulieren“, kommentiert Recker.
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