Unterstützung außerhalb der Arztpraxis für Ältere mit Angstzuständen und Depression27. Februar 2019 © Andrey Popov – fotolia.com Angst und Depression existieren häufig nebeneinander. Diese Erkrankungen werden insbesondere bei älteren Menschen unterdiagnostiziert und nicht ausreichend behandelt. Wohltätigkeitsorganisationen wie die AgeUK, die eng mit älteren Menschen zusammenarbeiten, könnten zusätzliche Unterstützung leisten. Ein Autorenteam aus England hat daher eine Intervention basierend auf den Grundsätzen der „Behavioural Activation“ (BA) entwickelt und nun deren Umsetzbarkeit in der Praxis untersucht. Ziel war es zu untersuchen, ob diese Intervention älteren Menschen mit Angstzuständen und/oder Depressionen mit ausreichender Verlässlichkeit zur Verfügung gestellt werden kann und ob dieser Ansatz für Patienten, Hausärzte und die AgeUK-Mitarbeiter praktisch umsetzbar und akzeptabel ist. Während die Teilnehmer in der Kontrollgruppe durch die AgeUK-Mitarbeiter die bisher allgemein übliche Versorgung erhielten, wurden den Teilnehmern im Interventionsarm (n=18) während eines viermonatigen Zeitraums 4 bis 6 weitere Kontakte mit dem Mitarbeiter angeboten. Die Interventionssitzungen zwischen den AgeUK-Mitarbeitern und den älteren Menschen wurden digital erfasst und vom Forschungsteam überprüft, um die Qualität und Verlässlichkeit zu bewerten. Weiterhin wurden halbstrukturierte Interviews mit den betreuten Menschen durchgeführt, um die Akzeptanz der Intervention und die Auswirkungen auf die Routineversorgung zu evaluieren. Die Autoren halten fest, dass die AgeUK-Mitarbeiter während des Untersuchungszeitraums die Intervention zuverlässig zur Verfügung stellten. Ältere Menschen fanden die Intervention akzeptabel und schätzten die persönliche Unterstützung, die sie erhielten. Die Hausärzte erkannten die Notwendigkeit zusätzlicher Unterstützung für betroffene ältere Menschen an, räumten jedoch ein, dass sie diese Unterstützung nicht leisten könnten. Fazit AgeUK-Mitarbeiter können rekrutiert und geschult werden, um älteren Menschen mit Angstzuständen und/oder Depressionen eine Intervention basierend auf den Prinzipien der BA anzubieten. Dieses Modell könne dazu beitragen, die Unterstützung und Betreuung älterer Menschen in der Grundversorgung mit Angstzuständen und Depressionen zu verbessern, schlussfolgern die Autoren. (isch) Autoren: Kingstone T et al. Korrespondenz: Research Institute, Primary Care and Health Sciences, Keele University, Staffordshire, UK Studie: Can support workers from AgeUK deliver an intervention to support older people with anxiety and depression? A qualitative evaluation Quelle: BMC Family Practice 2019;20:16 (epub 19.1.2019). Web: https://doi.org/10.1186/s12875-019-0903-1
Mehr erfahren zu: "Schwangerschaftskomplikationen mit deutlich höherem kardiometabolisch-renalen Risiko verbunden" Schwangerschaftskomplikationen mit deutlich höherem kardiometabolisch-renalen Risiko verbunden Frauen, bei denen es während der einer Schwangerschaft zu Komplikationen gekommen ist, haben in den Folgejahren ein deutlich erhöhtes Risiko für kardiometabolisch-renale (CKM) Erkrankungen. Darauf deutet eine Beobachtungsstudie an rund […]
Mehr erfahren zu: "CED: Warum Unverträglichkeiten gegen zuvor tolerierte Lebensmittel auftreten" CED: Warum Unverträglichkeiten gegen zuvor tolerierte Lebensmittel auftreten Chronische Entzündungen im Darm können bei Bakterien zu Veränderungen in der Verarbeitung von Nahrung führen und Immunreaktionen gegen Lebensmittel zur Folge haben, die zuvor problemlos konsumiert werden konnten.
Mehr erfahren zu: "Erster HPV-Atlas Deutschland: Sechs strategische Empfehlungen für eine bessere HPV-Prävention" Erster HPV-Atlas Deutschland: Sechs strategische Empfehlungen für eine bessere HPV-Prävention Der erste „HPV-Atlas Deutschland 2026“ bündelt aktuelle Daten zu humanen Papillomviren (HPV), HPV-bedingten Krebserkrankungen und ihrer Prävention. Die vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und der Deutschen Krebshilfe herausgegebene Publikation macht deutlich: […]