Verhaltensintervention bei urologischen Operateuren reduziert postoperative Opioidverschreibung25. Februar 2021 In den USA hat die leichtfertige Verschreibung von Opioiden zu einer regelrechten Epidemie geführt. Foto: Max Rode – stock.adobe.com Eine mehrstufige Verhaltensintervention bei urologischen Operateuren kann die Opioidverschreibung für Patienten, die sich einer Prostatektomie oder Nephrektomie unterziehen, signifikant reduzieren, ohne die vom Patienten berichteten Ergebnisse zu beeinträchtigen. Dies zeigten Urologen der Universität Pittsburgh, Pennsylvania (USA), an ihrer Institution. Die Intervention bestand aus drei Komponenten: formale Ausbildung, Feedback zum individuellen Audit und Feedback zum Peer-Vergleich. Die Studie bestand aus drei Phasen: einer Phase vor der Intervention, einer Interventionsphase und einer „Auswaschphase“ im Anschluss daran. Das primäre Ergebnis war die Menge an Opioiden, die nach der Entlassung aus dem Krankenhaus in oralen Morphinäquivalenten (OMEs) verschrieben wurde. 382 Patienten wurden einer Prostatektomie und 306 Patienten einer Nephrektomie unterzogen. Die medianen OMEs sanken bei Prostatektomie-Patienten von 195 auf 19 und bei Nephrektomie-Patienten von 200 auf null (p<0,05 für beide). Die verschriebenen mittleren OMEs stiegen während der Auswaschphase nicht an. Prostatektomie-Patienten, die mit Opioiden entlassen wurden, hatten ein höheres Maß an Angst als Patienten, die ohne Opioide entlassen wurden (p<0,05). Ansonsten unterschieden sich Prostatektomie- und Nephrektomie-Patienten, die mit und ohne Opioide entlassen wurden, nicht in ihrer Wahrnehmung der postoperativen Schmerzbehandlung, des Aktivitätsniveaus, der psychiatrischen Symptome oder der somatischen Symptome (p>0,05 für alle). (ms) Publikation: Jacobs BL et al. Large reduction in opioid prescribing by a multipronged behavioral intervention after major urologic surgery. Cancer 2021 Jan 15;127(2):257–265.
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