Verurteilung und Solidarität2. März 2022 Foto: niyazz -stock.adobe.com Verschiedene Ärzteverbände haben sich zum Angriff Russlands auf die Ukraine geäußert. Verschiedene Ärztevertreter und -vertreterinnen haben den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine verurteilt und zeigen sich solidarisch mit deren Bevölkerung. Der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK) Dr. Klaus Reinhardt verurteilte die militärische Aggression und den völkerrechtswidrigen Einmarsch der russischen Armee in die Ukraine „in aller Deutlichkeit“. „Unsere Gedanken sind bei den Ukrainerinnen und Ukrainern, den Leidtragenden dieses Angriffskriegs. Das gilt insbesondere auch für die Ärztinnen und Ärzte, die im Kriegsgebiet ihr Leben aufs Spiel setzen, um anderen zu helfen“, so Reinhardt, der erklärte, dass die BÄK sich mit der Bundesregierung für humanitäre Unterstützung im Austausch befinde. Er betonte dabei die enge Kooperation der BÄK mit dem ukrainischen Ärzteverband, den man unter anderem beim Aufbau von Strukturen der ärztlichen Selbstverwaltung unterstütze. Auch ein Bündnis aus dem Hausärzteverband Westfalen-Lippe (HÄV WL), der Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL) und der Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) verurteilte in einer gemeinsamen Pressemitteilung „den Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine auf das Schärfste!“ und forderte Russland auf, den Krieg sofort zu beenden. „Wir können unsere Empörung über die Lage in der Ukraine kaum in Worte fassen. Wir Ärztinnen und Ärzte stehen fest an der Seite unserer ukrainischen Kolleginnen und Kollegen, die unter schwierigsten Bedingungen die Versorgung der Menschen bewältigen. Wir stehen parat, um verwundete Kriegsflüchtlinge jederzeit zu versorgen, wir müssen in diesen schweren Zeiten zusammenhalten“, sagt Anke Richter Scheer, Vorsitzende des HÄV WL. Die ÄKWL zählt eigenen Angaben zufolge rund 180 Kammerangehörige mit ukrainischer sowie etwa 300 Kammermitglieder mit russischer Staatsangehörigkeit. „Unsere Solidarität gilt allen Ärztinnen und Ärzten in der Ukraine, die unter schrecklichen Bedingungen und oft unter Gefahr für Leib und Leben ihre Arbeit tun, zudem danken wir allen Kolleginnen und Kollegen in Russland, die sich gegen den Krieg aussprechen, für ihre Zivilcourage“, sagte Dr. Hans Albert Gehle, Präsident der ÄKWL. Der Vorstandsvorsitzende der KVWL, Dr. Dirk Spelmeyer, betonte, „sich in Kürze an einer Hilfsaktion zu beteiligen und Hilfsgüter Richtung Ukraine zu schicken“. Auch der Präsident des Berufsverbandes für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU), Dr. Burkhard Lembeck, appellierte zur Solidarität: „Die Ukraine braucht unsere Hilfe – dass wir als Ärzte helfen, steht für mich daher außer Frage.“ Er rief zu Sach- (Aktion Medeor) und Geldspenden (Organisationsbündnis „Deutschland hilft“) auf, die bereits auch schon vom BVOU und seinem geschäftsführenden Vorstand geleistet worden seien. (hr)
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