Weltherztag: BNK ruft zu mehr Bewegung auf29. September 2023 Foto: ©Monkey Business/stock.adobe.com Anlässlich des Weltherztages am 29. September erinnert der Bundesverband Niedergelassener Kardiologen (BNK) an die Bedeutung regelmäßiger Bewegung für die Herzgesundheit. Besonders ältere Menschen in Deutschland bewegen sich zu wenig: Nach einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit zeigen 62 Prozent der über 60-Jährigen einen deutlichen Bewegungsmangel. Ein Bewegungsmangel bedeutet, dass die muskuläre Beanspruchung unterhalb der Reizschwelle liegt, die zum Erhalt der funktionellen und morphologischen Kapazität des Körpers notwendig ist. Dabei ist Bewegung ein wichtiger Schlüssel zur Vorbeugung von Herzerkrankungen. Kommt der Körper in Schwung, erhöht sich der Herzschlag, um die Sauerstoffversorgung zu verbessern. Tun wir das regelmäßig, passt sich der Herzmuskel an, wird besser durchblutet und kräftiger. In der Folge sinken Pulsfrequenz und Blutdruck – auch in der Ruhephase. „Zu den Reaktionen des Körpers auf einen dauerhaften Bewegungsmangel gehören Herz-Kreislauf-Schwäche und Atemschwäche, Abbau der Muskulatur, Schmerzentwicklungen an Gelenken, Schlafstörungen und Reizbarkeit und insgesamt eine reduzierte Leistungsfähigkeit und erhöhte Infektanfälligkeit. Das Ergebnis sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen, aber auch vermehrt Krebs und rheumatische Erkrankungen“, warnt Johannes Dahm, Stellvertretender Bundesvorsitzende des BNK. Die Folgen sind gravierend: Mit rund 340.000 Toten im Jahr 2021 waren Herz-Kreislauferkrankungen – vor allem ischämische Herzkrankheiten und Herzinfarkte – weiterhin für mehr als ein Drittel der rund eine Million Todesfälle verantwortlich. Dabei profitieren gerade Menschen mit einer Veranlagung zu Herzleiden von regelmäßiger Bewegung. Sie können durch gute Ausdauer und Fitness ihr Risiko für eine koronare Herzkrankheit (KHK) um fast die Hälfte reduzieren. „Mit regelmäßiger Bewegung verbessern wir die Herzleistung sowie die Blutversorgung des Herzmuskels und der Organe. Wenn Sie dauerhaft acht Stunden täglich sitzen, erhöht sich das Risiko kardiovaskulärer Ereignisse um 80 Prozent. Aber allein fünf Stunden körperlicher Bewegung pro Woche heben diesen Effekt wieder auf“, erklärt Dahm.
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