Wheezing bei Kleinkindern: Magnesiumsulfat hilft nicht

Magnesium
Symbolbild: Magnesium © alexlmx – fotolia.com

Finnische Wissenschaftler haben in ihrer jüngst veröffentlichten Studie festgestellt, dass eine intravenöse Gabe von Magnesiumsulfat bei kleinen Kindern zu keiner Linderung des Hustenreizes bei akuten Virusinfektionen führt. Studien mit älteren Kindern mit Asthmaexazerbationen hingegen haben die Effektivität der intravenösen Gabe von Magnesiumsulfat zeigen können.

An der aktuellen Studie nahmen 61 Kinder im Alter von 6 Monaten bis zu 4 Jahren teil. Die Kinder litten an schwerem Hustenreiz. Nach anfänglicher Therapie mit Salbutamol und symptomatischer Behandlung des Virusinfektes wurde das Giemen auf einer Skala bis ≥6 Punkte nach dem Respiratory Distress Assessment Instrument (RDAI) eingeteilt.

Gruppe 1 erhielt eine Magnesium­infusion (40 mg/kg KG), Gruppe 2 eine 0,9% isotonische Kochsalz­lösung, wie die Studienautoren um Erstautorin Hannele Pruikkonen von der PEDEGO Research Unit und dem Medical Research Center Oulu and der Universität Oulu im „European Respiratory Journal“ beschreiben. Die Veränderung des Hustenschweregrades vom Beginn bis zu 6 Stunden nach der Infusion betrug in der Magnesiumsulfatgruppe 4,7 ± 2,6 und in der Placebogruppe 4,2 ± 4,2 (Unterschied 0,5: 95%-Konfidenzintervall -1,3 bis 2,3; p=0,594).

Fazit
Intravenöses Magnesiumsulfat erwies sich bei der Behandlung von akutem starken, durch Viren hervorgerufenes Wheezing bei jungen Kindern als unwirksam.

Autoren: Pruikkonen H et al.
Korrespondenz: Hannele Pruikkonen, PEDEGO Research Unit and Medical Research Center Oulu, University of Oulu, BOX 5000, FIN-90014, Oulu, Finnland; [email protected]
Studie: Intravenous magnesium sulfate for acute wheezing in young children: a randomised double-blind trial
Quelle: Eur Respir J 2018;51(2). pii: 1701579.
Web: erj.ersjournals.com