Wie CAR-T-Zellen zu einer neuen Krebserkrankung führen können11. Februar 2025 Interaktion von Protein p53 – dessen Gen neben dem SOCS1-Gen betroffen war – mit DNA. Bild: © raimund14 – stock.adobe.com Die Behandlung mit CAR-T-Zellen kann in sehr seltenen Fällen zur Entstehung neuer Krebserkrankungen beim Patienten führen. Ein Team unter Leitung des Onkologen Dr. Sham Mailankody vom Memorial Sloan Kettering Cancer Center (MSKCC) hat einen möglichen Mechanismus identifiziert. Dies teilte das Memorial Sloan Kettering Cancer Center (MSKCC) am 06. Februar 2025 mit. Das Team, zu dem auch die Erstautoren Dr. Karlo Perica, Dr. Nayan Jain und Dr. Michael Scordo gehörten, untersuchte eine Frau, die mit CAR-T-Zellen gegen das Multiple Myelom behandelt wurde und später ein Lymphom im Darm entwickelte. Eine Analyse der Lymphomzellen ergab, dass der virale Vektor, der zur Entwicklung der CAR-T-Zellen verwendet wurde, in das P53-Gen in T-Zellen im Darm integriert worden war. Dies störte die normale Funktion des Gens, das als Tumorsuppressor wirkt. Allerdings beherbergte nur eine der beiden Kopien (Allele) des P53-Gens in den T-Zellen die fremde DNA – das Allel der anderen Kopie war intakt, was darauf hindeutet, dass die tumorunterdrückende Funktion noch aktiv sein sollte. Die Forscher suchten nach anderen Faktoren, die zur Krebserkrankung beigetragen haben könnten. Sie fanden Hinweise darauf, dass eine Mutation in einem weiteren tumorunterdrückenden Gen namens SOCS1 eine Rolle gespielt haben könnte. „Wir glauben, dass Mutationen in den beiden Genen zusammen zur bösartigen Transformation geführt haben könnten“, erläutert Mailankody. „Diese Art der Zellumwandlung tritt bei CAR-T-Zellpatienten nach wie vor sehr selten auf, aber wir haben jetzt einen möglichen Mechanismus. Ärzte, die eine CAR-T-Zelltherapie anwenden, sollten sich dieser Möglichkeit bewusst sein, wenn bei einem Patienten unerklärliche Symptome auftreten.“
Mehr erfahren zu: "Kein Erfolg mit Checkpoint-Inhibitor plus Chemotherapie bei mCRPC nach ARPI-Vorbehandlung" Kein Erfolg mit Checkpoint-Inhibitor plus Chemotherapie bei mCRPC nach ARPI-Vorbehandlung Bei Patienten mit chemotherapienaivem metastasierten kastrationsresistenten Prostatakrebs (mCRPC), die bereits eine Behandlung mit einem Androgenrezeptor-Inhibitor (ARPI) hinter sich haben, verlängert die Zugabe des Checkpoint-Inhibitors Nivolumab zu Docetaxel nicht das Überleben. […]
Mehr erfahren zu: "Teures Versprechen? Bundeskabinett beschließt Notfallreform" Teures Versprechen? Bundeskabinett beschließt Notfallreform Das Ziel der Gesetzespläne zur Notfallreform von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken ist unter anderem eine strukturiertere, in Teilen digitalisierte und sektorenübergreifende Versorgung von Notfallpatienten. Kliniken und Niedergelassene bewerten die Pläne als […]
Mehr erfahren zu: "Neuer Ansatz gegen Abwehrreaktion nach Stammzelltransplantation" Neuer Ansatz gegen Abwehrreaktion nach Stammzelltransplantation Das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) fördert die multizentrische Studie CURE-GvHD unter Leitung des Uniklinikums Erlangen mit 2,5 Mio. Euro aus Mitteln des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt. Geprüft […]