Wien: Sonderausstellung „De Auribus“ widmet sich dem Ohr25. Januar 2024 Foto: MedUni Wien Eine Sonderausstellung vom 26. Januar bis zum 24. Oktober erinnert an die Gründung der Ohrenklinik im Jahr 1873 in Wien und beschäftigt sich mit dem menschlichen Ohr. Objekte aus den Sammlungen des Josephinums geben Einblicke in die Geschichte der Ohrenheilkunde. Das von Kaiser Joseph II. 1779 nach seinem Besuch in Paris gegründete Taubstummeninstitut in Wien geht wie so vieles auf Josephs Reisen zurück. Es ermöglichte einen geregelten Unterricht insbesondere der Gebärden- und Lautsprache. Im Jahr der Wiener Weltausstellung 1873 eröffnete in Wien die weltweit erste spezialisierte Universitäts-Ohrenklinik. Es entstanden neue Instrumente, Diagnoseverfahren und Behandlungen, die Weltruhm erlangten und die Grundlage für die moderne Otologie bereiteten. Fast 100 Jahre später eröffnete die Entwicklung des Cochlea-Implantats in Österreich eine neue Dimension in der Therapie schwerer Gehörstörungen. „Die Wiener Universitätsklinik mit den bedeutenden Ärzten von Adam Politzer bis zum Nobelpreisträger Robert Bárany war Wegbereiter für großartige Leistungen in der Medizin,“ sagt Christiane Druml, Direktorin des Josephinums (Medizinhistorisches Museum), „in enger Zusammenarbeit mit der heutigen Universitätsklinik zeigen wir die stetig fortschreitende wissenschaftliche Entwicklung von 1873 bis zur Therapie schwerster Hörstörungen durch das Cochlea-Implantat auf.“ Das Josephinum ist im Besitz von Objekten, die Einblicke in die erfolgreiche Entwicklung der Ohrenheilkunde geben. Einen besonderen Charakter erhält die Ausstellung durch Beiträge zeitgenössischer Künstler wie Jeremias Altmann, Christina Gruber, Meret Oppenheim, Katharina Sabernig und Nives Widauer, diese ergänzen die historischen Objekte mit ihrem speziellen Bezug auf das Ohr.
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