Zirkulierende Mikro-RNAs bei Herzinsuffizienz10. August 2018 Symbolbild: © Gina Sanders – fotolia.com Die zirkulierenden Spiegel von MikroRNAs (miRNAs) zeichnen sich als vielversprechende Biomarker kardiovaskulärer Erkrankungen ab. Eine veränderte Expression von miRNAs ist mit Herzinsuffizienz (HF) und kardialem Remodeling in Verbindung gebracht worden. Dr. Salvatore De Rosa von der Universität im italienischen Catanzaro und seine Kollegen maßen die Konzentrationsgradienten in der koronaren Zirkulation, um ihren Nutzen zur Diagnose der HF verschiedener Ätiologien zu beurteilen. Dazu erfassten sie zirkulierende miRNAs in Plasma-Proben, die bei 23 Patienten mit nicht ischämischer HF (NICM-HF), 41 Patienten mit ischämischer HF (ICM-HF) und 11 Kontrollpatienten simultan aus Aorta und Koronarvenensinus genommen worden waren. Die Autoren stellten eine differenzielle Modulierung der zirkulierenden Spiegel von miR-423, -34a, -21-3p, -126, -199 und -30a über die Ätiologie-Gruppen hinweg fest. Interessanterweise fanden die Autoren nur in der ICM-HF-Gruppe einen positiven transkoronaren Gradienten für miR-423 (P<0,001) und miR-34a (P<0,001). Im Gegensatz dazu stellten sie nur in der NICM-HF-Gruppe einen positiven Gradienten für miR-21-3p (P<0,001) und miR-30a (P=0,030) fest. Beim transkoronaren Gradienten von miR-126 oder miR-199 zeigten sich keine signifikanten Variationen. Fazit „Die aktuellen Befunde sprechen dafür, dass die zirkulierenden Spiegel von miRNAs bei Patienten mit einer HF unterschiedlicher Ätiologie unterschiedlich exprimiert werden“, bilanzieren die Autoren. Das Vorliegen eines transkoronaren Konzentrationsgradienten spreche für eine selektive Freisetzung von miRNAs durch das insuffiziente Herz in die Koronarzirkulation. Autoren: De Rosa S et al. Korrespondenz: Prof. Ciro Indolfi; [email protected] Studie: Transcoronary concentration gradients of circulating microRNAs in heart failure Quelle: Eur J Heart Fail 2018;20(6):1000–1010. Web: dx.doi.org/10.1002/ejhf.1119
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