Zusammenhänge zwischen Stoffwechsel und triple-negativem Brustkrebs untersucht19. März 2025 Foto: © Gorodenkoff/stock.adobe.com Triple-negativer Brustkrebs (TNBC) ist die aggressivste Form von Brustkrebs. Und TNBC-Patientinnen mit Adipositas-bedingtem Diabetes haben oft schlechtere Prognosen. US-Forscher schlagen nun einen möglichen Weg zur Verbesserung der Behandlung vor. Derzeit behandeln Onkologen Patientinnen mit Brustkrebs und Adipositas-bedingtem Diabetes nicht wesentlich anders als Patientinnen mit Brustkrebs, die ansonsten gesund sind. Die neue Studie von Wissenschaftlern der Boston University, USA, zeigt, dass Diabetes die Biologie von Brustkrebs verändert. Dies legt laut den Autoren die Notwendigkeit einer besonderen Aufmerksamkeit bei Patienten nahe, bei denen ein viel höheres Risiko für Hirnmetastasen besteht und die daher anders überwacht und behandelt werden sollten als die meisten Brustkrebspatientinnen. „Wir hoffen, dass unsere Studie zu besseren Behandlungen für Patientinnen mit aggressivem Brustkrebs führt, insbesondere für diejenigen mit Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes. Indem wir den Zusammenhang zwischen Krebs und Stoffwechsel aufdecken, kommen wir personalisierten und effektiveren Therapien einen Schritt näher“, erklärt der korrespondierende Autor Prof. Gerald V. Denis. Die Forschungsergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Molecular Cancer Research“ veröffentlicht. microRNAs fördern die Aggressivität Die US-Forscher sammelten Exosomen aus Fettzellen und untersuchten, wie die darin enthaltenen microRNAs das Verhalten von TNBC-Zellen verschlechtern. Anschließend fügten sie diese Exosomen in Laborexperimenten und experimentellen Modellen zur Metastasierung von Brustkrebs Krebszellen hinzu und beobachteten gefährliche Veränderungen in deren Wachstum, Bewegung, Stressüberlebensfähigkeit und der Besiedlung des Gehirns. Sie fanden heraus, dass microRNAs, die an vielen biologischen Prozessen beteiligt sind, darunter Zelldifferenzierung und Insulinsekretion, in den Exosomen enthalten sind und die Aggressivität von TNBC fördern, insbesondere die Zunahme von Hirnmetastasen. Die Forscher analysierten außerdem Daten von Brustkrebspatientinnen, um herauszufinden, wie diese microRNAs mit dem Krebsverlauf zusammenhängen. Die in den Modellen gefundenen neuen Muster sagen das Überleben von Brustkrebspatientinnen direkt voraus und helfen zu erklären, warum manche Patientinnen mit adipositasbedingter Insulinresistenz und Diabetes schlechtere Brustkrebsergebnisse haben. Zudem eröffnen sie neue Möglichkeiten, die Krankheit zu bekämpfen. „Unsere Studie unterstreicht das wachsende Verständnis, dass Krebs nicht isoliert entsteht – er wird vom allgemeinen Gesundheitszustand eines Menschen beeinflusst, einschließlich Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes. Dieses Problem ist dringend, da sich die durch Fettleibigkeit verursachte Diabetes-Epidemie verschärft und mittlerweile weltweit über 537 Millionen Erwachsene betrifft. Diese Erkenntnisse untermauern die Annahme, dass die Behandlung von Grunderkrankungen, nicht nur des Krebses selbst, die Behandlungsergebnisse verbessern könnte“, betont Denis abschließend.
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