Zusammenhang zwischen Obstruktiver Schlafapnoe und Alterungsprozess15. Dezember 2021 © Paolese – stock.adobe.com (Symbolbild) Bei Patienten unter 50 Jahren ist eine Obstruktive Schlafapnoe (OSA) unabhängig von mehreren bekannten Störfaktoren mit einer Zunahme spezifischer Alterungsmerkmale verbunden. Das berichten Forschende aus einer prospektiven Beobachtungsstudie mit 599 Personen, bei denen ein Verdacht auf OSA bestand. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bewerteten 5 Merkmale des Alterns: Veränderung der zellulären Kommunikation (Konzentration C-reaktiven Proteins [CRP] im Serum), Deregulierung der Nährstoffwahrnehmung (Insulinresistenz), Telomerabrieb (Telomerlänge der Leukozyten), mitochondriale Dysfunktion (mitochondriale DNA-Kopienzahl der Leukozyten), und genomische Instabilität (8-Hydroxydesoxyguanosin-Konzentration im Urin). Es wurden 4 Gruppen gebildet: junge Personen ohne OSA (Alter <50 Jahre; AHI <15 Ereignisse/h), Junge mit OSA (Alter <50 Jahre; AHI ≥15 Ereignisse/h), ältere Personen ohne OSA (Alter ≥50 Jahre; AHI <15 Ereignisse/h) und Ältere mit OSA (Alter ≥50 Jahre; AHI ≥15 Ereignisse/h). Zu erkennen war eine Dosis-Wirkungs-Beziehung zwischen AHI, dem Arousal-Index und der Zeit während der Nacht mit einer Sauerstoffsättigung <90% sowie den folgenden Merkmalen: Veränderung der Zellkommunikation, Deregulierung der Nährstoffwahrnehmung, mitochondriale Dysfunktion und genomische Instabilität. Bei Betrachtung der altersstratifizierten Analysen war eine OSA bei jungen Personen mit einer Zunahme mehrerer Merkmale des Alterns verbunden, während bei Älteren keine signifikante Assoziation mit OSA identifiziert werden konnte, wie die Forschenden berichten. Fazit Bei Patienten unter 50 Jahren ist eine Obstruktive Schlafapnoe (OSA) unabhängig von mehreren bekannten Störfaktoren mit einer Zunahme spezifischer Alterungsmerkmale verbunden. (ac) Autoren: Pinilla L et al. Korrespondenz: Manuel Sánchez de la Torre; [email protected] Studie: Association of Obstructive Sleep Apnea with the Aging Process Quelle: Ann Am Thorac Soc 2021;18(9):1540–1547. Web: https://doi.org/10.1513/AnnalsATS.202007-771OC
Mehr erfahren zu: "Anzahl vermeidbarer Behandlungsfehler leicht gestiegen" Anzahl vermeidbarer Behandlungsfehler leicht gestiegen Auch bei medizinischen Eingriffen kommen Pannen vor – und die Folgen können gravierend sein. Besonderes Augenmerk liegt auf Fehlern, die eigentlich nicht vorkommen sollten. Die Dunkelziffer ist hoch.
Mehr erfahren zu: "Krisen im Gesundheitssystem früher erkennen mit KI" Krisen im Gesundheitssystem früher erkennen mit KI Welche Kliniken könnten bei einer Naturkatastrophe ausfallen? Wie viele Intensivbetten oder Medikamente sind verfügbar? Antworten auf solche Fragen sollen künftig schneller gefunden und aktualisiert werden, um Krisen im Gesundheitssystem früher […]
Mehr erfahren zu: "DGMKG warnt vor schweren Gesichtsverletzungen durch E-Scooter-Unfälle" DGMKG warnt vor schweren Gesichtsverletzungen durch E-Scooter-Unfälle Schwere Gesichtsverletzungen durch E-Scooter-Unfälle: Laut DGMKG betreffen 40 Prozent der Verletzungen den Kopf- und Gesichtsbereich. Die Fachgesellschaft mahnt zur Vorsicht – auch wenn sich die Verletzungen oft gut behandeln lassen.