Art der Ernährung kann Menge potenziell schädlicher Gase im Darm erhöhen9. Mai 2022 Foto: © Robert Kneschke/stock.adobe.com Eine Arbeitsgruppe von der University of Minnesota Medical School (USA) hat die Produktion von Schwefelwasserstoff im Dickdarm bei rein pflanzlicher Ernährung und einer Ernährung mit tierischen Produkten untersucht. „Obwohl die Rolle von Schwefelwasserstoff seit langem ein Thema von großem Interesse ist, wenn es um die Pathogenese einer Reihe wichtiger Erkrankungen geht – wie Colitis ulcerosa, Dickdarmkrebs und Adipositas – konnte in früheren Untersuchungen keine Verbindung zwischen Ernährungsdaten, Merkmalen des Mikrobioms und der tatsächlichen Schwefelwasserstoffproduktion hergestellt werden“, sagt Dr. Alexander Khoruts, Gastroenterologe an der University of Minnesota Medical School. „Das haben wir hier getan.“ Auf einer menschlichen Kohorte beruhend stützt die Studie die allgemeine Hypothese, dass der vom Darmmikrobiom produzierte Schwefelwasserstoff bei einer Ernährung, die auf tierischen Produkten basiert, zunimmt. Die Ergebnisse deuteten jedoch auch auf die Existenz von Darmmikrobiom-Enterotypen hin, die unterschiedlich und sogar paradox auf unterschiedliche Nahrungszufuhr reagieren. Bei der Mehrheit der Studienteilnehmer führte eine pflanzliche Ernährung zu einer geringeren Schwefelwasserstoffproduktion im Vergleich zum Konsum auch tierischer Produkte. Wie erwartet enthielt eine pflanzliche Ernährung mehr Ballaststoffe, während eine Ernährung, die tierische Produkte beinhaltete, einen höheren Proteingehalt besaß. Bei manchen Personen reduzierte eine pflanzliche Ernährung die Schwefelwasserstoffproduktion nicht und führte sogar zu einem gewissen Anstieg. Vorläufige Ergebnisse deuteten auf die Existenz unterschiedlicher Enterotypen von Darmmikrobiota hin, die mit einer unterschiedlichen Reaktion auf die Ernährung in Bezug auf die Schwefelwasserstoffproduktion korrelieren.
Mehr erfahren zu: "Durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz der Kassen bleibt stabil bei 2,9 Prozent" Durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz der Kassen bleibt stabil bei 2,9 Prozent Der GKV-Schätzerkreis hat seine Prognosen für die finanziellen Rahmenbedingungen für 2027 abgegeben. Der Bundesgesundheitsminister wertet es als Erfolg des GKV-Spargesetzes, die KBV übt daran weiter Kritik.
Mehr erfahren zu: "Mikroplastik führt bei Mäusen zu Fettleber" Mikroplastik führt bei Mäusen zu Fettleber Mikro- und Nanoplastik kann offenbar die Funktion von Fresszellen in der Leber erheblich beeinträchtigen ‒ zumindest bei Mäusen. Dadurch kommt es nachgelagert zu einer Störung des Leberstoffwechsels und zu einer […]
Mehr erfahren zu: "„Tag der Überlastung im Gesundheitswesen“ immer früher" „Tag der Überlastung im Gesundheitswesen“ immer früher Der Tag, an dem die Einnahmen aus dem allgemeinen Beitragssatz der Gesetzlichen Krankenversicherung rechnerisch nicht mehr ausreichen, um die Ausgaben für das gesamte Jahr zu finanzieren, ist in diesem Jahr […]