Bariatrische Chirurgie: Wirksame Schmerzlinderung auch ohne Opioide18. Dezember 2024 Foto: © Gosia/stock.adobe.com Laut einer schwedischen Forschungsarbeit können adipöse Patienten, die sich einer bariatrischen Operation unterziehen, im Rahmen des perioperativen Schmerzmanagements ohne Opioide auskommen. Diese Erkenntnis ist von Bedeutung, weil die Verschreibung von Opioiden bekanntermaßen zugenommen hat ‒ insbesondere in Ländern wie den Vereinigten Staaten, wo der Trend schon mit einer Epidemie verglichen wurde. Während Opioide auch nach chirurgischen Eingriffen, einschließlich Adipositas-Chirurgie, Schmerzen lindern, können ihre Nebenwirkungen die Genesung nach einer Operation beeinträchtigen. Opioidfreie Alternative „Forscher sind sich einig, dass wir den Einsatz von Opioiden reduzieren müssen, um die Genesung nach bariatrischen Operationen zu fördern, aber es fehlten bisher Erkenntnisse dazu, ob alternative Behandlungsmethoden für den Patienten wirklich sicher und wirksam sind, insbesondere zur Behandlung von Schmerzen nach Operationen“, erklärt Alexander Olausson von der Sahlgrenska Academy der Universität Göteborg (Schweden). Seine Dissertation basiert auf einer randomisierten klinischen Studie, die in zwei schwedischen Krankenhäusern durchgeführt wurde. In der Studie erhielten 110 Personen, bei denen ein laparoskopischer bariatrischer Eingriff geplant war, entweder die übliche Behandlung mit Opioidmedikamenten oder eine alternative Form der Anästhesie und Schmerzlinderung ohne Opioide. Die opioidfreie Behandlung kombiniert drei verschiedene Medikamente, die Schmerzimpulse über andere Signalwege beeinflussen als die von Opioiden. Sicher und wirksam Nach der Operation wurde die opioidfreie Behandlung durch transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS) ergänzt. Wenn die alternative Schmerzbehandlung nicht wirksam genug war, konnten die Patienten auf Opioide zurückgreifen. „Wir sehen, dass der opioidfreie Behandlungspfad sowohl sicher als auch wirksam ist”, berichtet Olausson. „Die Gruppe der Patienten, die die opioidfreie Behandlung erhielten, benötigte während des Behandlungszeitraumes deutlich weniger Opioide und kam in den meisten Fällen ohne sie aus, während sie über keine stärkeren Schmerzen berichteten als die Gruppe, die die übliche Opioidbehandlung erhielt.“
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