CED: Höherer Konsum von Nüssen senkt das Morbus-Crohn-Risiko bei Übergewichtigen

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Besteht ein Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Nüssen und Hülsenfrüchten und dem Risiko für Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa? In einer aktuellen Studie hat sich dies nicht bestätigt. Vielmehr senkte darin ein höherer Konsum von Nüssen sogar das Risiko für Morbus Crohn bei übergewichtigen oder adipösen Personen.

Forschende der Harvard Medical School führten eine prospektive Kohortenstudie mit 223.283 Erwachsenen aus der Nurses‘ Health Study (NHS), der NHSII und der Health Professionals Follow-Up Study (1986–2017) durch. Personen mit CED zu Beginn der Studie wurden ausgeschlossen.

Der Verzehr von Nüssen und Hülsenfrüchten wurde anhand von Fragebögen zur Ernährungshäufigkeit berechnet. Eine CED-Erkrankung wurde in den Fragebögen selbst angegeben und zusätzlich durch eine verblindete Überprüfung der Patientenakten bestätigt. Unter Verwendung von Cox-Proportional-Hazards-Modellen berechneten die Forschenden die adjustierten HR (aHR) für M. Crohn und C. ulcerosa entsprechend den Kategorien der jeweiligen Nuss- und Hülsenfrüchteaufnahme.

BMI zu Beginn wirkt sich auf Zusammenhang von Nüssen und M. Crohn aus

In mehr als 5.460.315 Personenjahren des Follow-ups (M. Crohn: 371 Patienten; C. ulcerosa: 481 Patienten) war weder der Verzehr von Nüssen noch von Hülsenfrüchten mit einem Risiko für eine M.-Crohn- oder C.-ulcerosa-Erkrankung assoziiert. Im Vergleich zu Probanden, die nie Nüsse aßen, hatten jenigen, die mehr als zweimal pro Woche Nüsse verzehrten, eine aHR von 0,96 (95%-Konfidenzintervall [KI] 0,63–1,47; pTrend=0,57) für M. Crohn und von 1,30 (95%-KI 0,92–1,84; pTrend=0,36) für C. ulcerosa.

Zudem bestimmten die Wissenschaftler für Probanden, die mehr als viermal pro Monat Hülsenfrüchte konsumierten versus diejenigen, die dies kein- bis dreimal pro Monat taten, eine aHR von 1,26 (95 %-KI 0,78–2,04; pTrend=0,59) für M. Crohn und von 0,72 (95 %-KI 0,44–1,18; pTrend=0,20) für C. ulcerosa.

Der Ausgangs-Body-Mass-Index (BMI) modifizierte den Zusammenhang zwischen Nussverzehr und ­M.-Crohn-Risiko. Bei Personen mit einem BMI von mindestens 25 betrug die aHR für M. Crohn 0,14 (95 %-KI 0,03–0,56; p=0,006) pro zusätzlicher Portion Nüsse pro Tag im Vergleich zu 0,88 (95 %-KI 0,45–1,74; p=0,72) bei Personen mit einem BMI unterhalb von 25.

(je)