CED: Rund ein Fünftel ist von vermeidenden restriktiven Ess-Störungen betroffen12. Dezember 2025 Foto: © Drago/stock.adobe.com Patienten mit Chronisch-entzündlicher Darmerkrankung (CED) berichten häufig über Ess-Störungen. Speziell mit der Prävalenz vermeidender restriktiver Ess-Störungen (ARFID) bei Patienten mit CED haben sich Forschende aus den USA beschäftigt. Ziel war es, entsprechende Prädiktoren zu ermitteln. Dazu rekrutierten die Wissenschaftler von der Harvard Medical School CED-Patienten in zwei akademischen medizinischen Zentren. Die Betroffenen füllten verschiedene Fragebögen aus, darunter die ARFID-Subskala des Pica, ARFID und Rumination Disorder Questionnaire (PARDI-AR-Q). Sie machten außerdem Angaben zu Krankheitsmerkmalen und psychosozialen Variablen. Die CED-Krankheitsaktivität bestimmten die Studienautoren dann anhand einer Überprüfung der objektiven Daten innerhalb von 90 Tagen nach Abschluss der Umfrage. Insgesamt 325 Teilnehmer füllten die Fragebögen aus (56% Frauen; Durchschnittsalter 47,60 Jahre). An Morbus Crohn litten 49,5 Prozent, von Colitis ulcerosa waren 45,5 Prozent betroffen. Merkmale ARFID-positiver Betroffener Unter Verwendung des PARDI-AR-Q wurden 17,8 Prozent der Gesamtstichprobe positiv auf ARFID getestet. ARFID-positive Befragte waren jünger, hatten eine kürzere Krankheitsdauer und eine geringere psychosoziale Funktionsfähigkeit als ARFID-negative Probanden. Zudem war der Prozentsatz von Patienten mit objektiv beurteilter Krankheitsaktivität in der ARFID-positiven Gruppe höher als bei den ARFID-negativen Befragten (51 vs. 40 %). Dieses Ergebnis beurteilten die Forschenden jedoch als statistisch nicht signifikant. Weiterhin gab es keinen statistischen Unterschied in den ARFID-Raten zwischen Patienten mit M. Crohn beziehungsweise C. ulcerosa. Bei Betroffenen mit einer inaktiven CED-Erkrankung fiel die Untersuchung auf ARFID bei nur 16,3 Prozent positiv aus. Schließlich ergab eine hierarchische logistische Regressionsanalyse eine gastrointestinal-spezifische Ängste als einzigen signifikanten Prädiktor für ARFID bei Patienten mit inaktiver CED. Multidisziplinäre Versorgung ist angezeigt Insgesamt erfüllten 16,3 Prozent der Patienten mit inaktiver CED die Kriterien für ARFID und 17,8 Prozent aller Patienten unabhängig von ihrer objektiven Krankheitsaktivität. Gastrointestinal-spezifische Ängste sind dabei der einzige Prädiktor für ARFID bei den Patienten mit inaktiver CED. Dies unterstreicht einmal mehr die Notwendigkeit einer multidisziplinären Versorgung dieser Patientengruppe. (je)
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