Chronische Nierenerkrankung bei Kindern: Transplantation verbessert die Lebensqualität deutlich14. Juli 2023 Foto: © Peakstock – stock.adobe.com Australische Wissenschaftler haben untersucht, wie sich die gesundheitsbezogene Lebensqualität (HRQoL) bei Kindern mit Chronischer Nierenerkrankung (CKD) im Laufe der Zeit entwickelt. Wie sie berichten, stellt sich nach dem Übergang von der Dialyse zur Transplantation eine Verbesserung der HRQoL ein, die dann stabil bleibt. In ihrer multizentrischen Längsschnittstudie untersuchten die Wissenschaftler insgesamt 377 Kinder im Alter von sechs bis 18 Jahren mit CKD in den Stadien 1–5 (n=199), von denen 43 eine Dialysebehandlung erhielten und 135 bereits nierentransplantatiert waren. Eine Nachbeobachtung erfolgte nach zwei und vier Jahren. Zu Studienbeginn sowie zu den Nachbeobachtungszeitpunkten erhoben die Experten die Multi-Attribute-Utility(MAU)-Scores der HRQoL. Dafür verwendeten sie den McMaster Health Utilities Index Mark 3, eine Ratingskala zur Messung des allgemeinen Gesundheitszustands und der HRQoL. Danach bewerteten die Forscher die Entwicklung der HRQoL der Teilnehmer im Laufe der Zeit. Dabei zeigte sich, dass sich die HRQoL – je nach CKD-Stadium zu Beginn der Studie – verbesserte. Mehr als der Hälfte der Teilnehmer, die bei Studienbeginn eine Dialyse erhielten, hatte bis zum Ende des 4. Jahres eine Nierentransplantation erhalten. Bei diesen Kindern stiegen die MAU-Werte beträchtlich – im Vergleich zu denen, die bereits bei Studienbeginn Transplantatempfänger waren – um durchschnittlich 0,05/Jahr (95 %-Konfidenzintervall [KI] 0,01–0,09). Der mittlere Unterschied zwischen den MAU-Werten bei Studienbeginn und im zweiten Jahr betrug 0,09 (95 %-KI -0,05 bis 0,23). (jh)
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