Erhöhtes Risiko für Vorhofflimmern bei Obstruktiver Schlafapnoe28. November 2023 Foto: freshidea/stock.adobe.com Eine aktuelle groß angelegte US-amerikanische Studie belegt einen Zusammenhang zwischen Obstruktiver Schlafapnoe (OSA) und der Entwicklung von Herzrhythmusstörungen. In die retrospektive Kohortenstudie wurden über 42.000 Patienten eingeschlossen, die zwischen Januar 2000 und Dezember 2015 in der Cleveland Clinic, Cleveland (USA) für eine Schlafdiagnostik aufgenommen wurden. Es zeigte sich, dass schlafbezogene Hypoxie mit einem höheren Risiko dafür assoziiert ist, mit der Zeit Vorhofflimmern zu entwickeln. Das Risiko bestand auch nach Einbeziehung der Lungenfunktion weiter, was nahelegt, dass schlafbezogenen Hypoxie ein unabhängiger Risikofaktor für Vorhofflimmern ist und getrennt von einer Grunderkrankung der Lunge zu betrachten. Der Studie zufolge wurde bei fünf Prozent der Patienten innerhalb von fünf Jahren nach ihrer Schlafdiagnostik Vorhofflimmern diagnostiziert, trotz der relativ jungen Kohortenpopulation (Altersdruchschnitt: 51 Jahre). Ein weiteres Ergebnis: Pro zehn Prozentpunkte Reduktion der durchschnittlichen Sauerstoffsättigung, stieg das Risiko für Vorhofflimmern um 30 Prozent. Den Autoren zufolge könnten reguläres Screening auf und Therapie der OSA, die Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung von Vorhofflimmern reduzieren – insbesondere bei Patienten, die bereits ein erhöhtes Risiko für die Erkrankung haben. Die Studienautoren planen zum einen die dem Zusammenhang zwischen OSA und Vorhofflimmern zugrunde liegenden Mechanismen genauer zu untersuchen. Zum anderen wollen sie der Frage nachgehen, ob die aktuelle OSA-Therapien das Risiko für Vorhofflimmern senken können. (ja)
Mehr erfahren zu: "Die Vorbereitung auf den Ernstfall – eine „immense Herausforderung“" Die Vorbereitung auf den Ernstfall – eine „immense Herausforderung“ Das Thema „Katastrophen, Krisen, Krieg“ (3K) ist inzwischen die neue Normalität, die auch auf O&U-Kongressen abgebildet wird. In Baden-Baden wurde ein Rückblick, Update und Ausblick zur zivil-militärischen Zusammenarbeit geboten.
Mehr erfahren zu: "„Seriosität, wie wir sie von Hütchenspielern kennen“" „Seriosität, wie wir sie von Hütchenspielern kennen“ Bei einer kurzfristig anberaumten gemeinsamen Pressekonferenz in Berlin haben die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) scharfe Kritik an der Bundesregierung geübt. Sie bemängelten zum einen den Referentenentwurf […]
Mehr erfahren zu: "Mit Bewegung und Ibuprofen gegen das Chemobrain" Mit Bewegung und Ibuprofen gegen das Chemobrain Bewegung und Ibuprofen können laut einer aktuellen Phase-II-Studie – einzeln oder in Kombination – die kognitive Funktion von Patienten unter Chemotherapie verbessern.