Gratis-Donuts bringen Prostatakrebs-Früherkennung in aller Munde29. September 2026 Lachen und über ein ernstes Thema reden: Ausgabe der “Ponuts” in Hamburg. Foto: TankTank GmbH Ein Donut in Anus-Optik als Einstieg in ein ernstes Gesundheitsthema: Mit dem „Ponut“ haben die Urologische Stiftung Gesundheit (USG) und das Pharmaunternehmen Bayer Vital am 15. September, dem Europäischen Prostatatag, auf die Bedeutung der Prostatakrebs-Früherkennung aufmerksam gemacht. Der von der veganen Donut-Manufaktur Brammibal’s hergestellte limitierte Aktions-Donut wurde in teilnehmenden Filialen in Hamburg und Berlin kostenlos ausgegeben und sorgte für Aufmerksamkeit, Gespräche und Nachfragen zum Thema Vorsorge. Für Brammibal’s sei die Aktion mehr als ein ungewöhnliches Aktionsprodukt gewesen, heißt es in einer Mitteilung zu der Aktion. Der „Ponut“ habe handwerklich hergestellten Genuss mit einer gesellschaftlich relevanten Botschaft verbunden. Das ungewöhnliche Backwerk sollte bewusst irritieren und damit eine Hürde senken, denn viele Männer schieben den Gang zur urologischen Beratung oder die Auseinandersetzung mit dem Thema Prostatakrebs lieber auf. Die Aktion brachte das Thema dorthin, wo Menschen im Alltag zusammenkommen: ins Café, auf die Straße, in Gespräche unter Freunden, Paaren und Familien und in die „sozialen Medien“. Zentrale Botschaft der Aktion war, dass Männer ihre individuelle Risikosituation ärztlich besprechen und sich über geeignete Möglichkeiten der Früherkennung informieren. Humor nimmt Hemmungen „Humor nimmt bei diesem Thema riesig Druck raus und kann Gespräche eröffnen, die sonst vielleicht nie stattgefunden hätten. Aber der Witz ist nur der Türöffner. Danach muss eine seriöse Aufklärung folgen, damit Männer die Möglichkeiten der Früherkennung kennen und für sich eine informierte Entscheidung treffen können“, sagt Prof. Christian Wülfing, Mitglied des medizinischen Beirats der USG. In Hamburg war Prof. Markus Graefen, Ärztlicher Leiter der Martini-Klinik am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, vor Ort. Er stand den Besuchern und Medien für Fragen zur Verfügung und ordnete die medizinische Relevanz der Aktion ein. In Berlin wurde der „Ponut“ ebenfalls kostenlos ausgegeben. Die Aktion machte auch dort das Thema Prostatakrebs-Früherkennung im Alltag sichtbar und lud dazu ein, ins Gespräch zu kommen und sich weiter zu informieren. Gesundheitskompetenz stärken Der „Ponut“ ist nicht die erste Aktion der USG, die Menschen mit witzigen Angeboten „abholen“ soll, um über urologische Themen aufzuklären. So lädt ein alkoholfreies Weizenbier dazu ein, mit „Prostata!“ anzustoßen, und im YouTube-Angebot „Hose runter!“ klärt die angehende Urologin Ria über Männer- und Frauen-Gesundheit auf. Die USG wurde 2021 von der Deutschen Gesellschaft für Urologie gegründet. Sie will die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung stärken und stellt dafür verständliche Informationen zu urologischen Erkrankungen bereit. Ziel ist es, Menschen dabei zu unterstützen, urologisch gesund zu bleiben oder wieder gesund zu werden. Gefördert wird die Stiftung von Pharmaunternehmen wie Bayer, Johnson & Johnson, Merck und Pfizer. (ms/BIERMANN) Das könnte Sie ebenfalls interessieren: STI: Mit Patienten einfühlsam ins Gespräch kommen Individuelle Gesundheitsinformationen auf Knopfdruck
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