Hautkrebsforschung: Neuer Sonderforschungsbereich an der Universität Duisburg-Essen20. Mai 2026 Die Wissenschaftler des SFBs am Standort in Essen. Copyright: Dr. Nora Mitdank Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet an der Universität Duisburg-Essen den Sonderforschungsbereich 1752 „DYNAMO“ ein. Ab dem 1. Oktober 2026 fördert sie die Forschung zur Verbesserung von Therapien gegen schwarzen Hautkrebs mit 12,9 Millionen Euro. Die Wissenschaftler des Sonderforschungsbereiches (SFBs) „DYNAMO“ untersuchen, wie Tumoren des schwarzen Hautkrebses in den ersten Wochen einer Therapie auf die Behandlung reagieren und sich anpassen. Bereits in dieser frühen Phase zeigt sich oft, ob eine Therapie langfristig an Wirksamkeit verliert, erklären die Forscher. Ursache hierfür ist die Resistenz einzelner Krebszellen gegenüber den eingesetzten Behandlungsformen. Genau hier setzt die Arbeit des Forschungsteams im SFB an. „Die Bewilligung des Sonderforschungsbereichs ‚DYNAMO‘ stärkt das Forschungsprofil der Universität Duisburg-Essen und insbesondere unseren Schwerpunkt in den Biomedizinischen Wissenschaften. Zugleich verbindet der SFB technologiegetriebene Grundlagenforschung mit klinischer Nähe – eine wichtige Voraussetzung, um neue Erkenntnisse schneller in bessere Therapien zu überführen“, betont Prof. Astrid Westendorf von der Universität Duisburg-Essen. Schwarzer Hautkrebs im Fokus Koordiniert wird der Forschungsverbund von Wissenschaftlern der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen gemeinsam mit Partnerinstitutionen aus Nordrhein-Westfalen*. „Wir möchten einen Wandel anstoßen: weg vom Reagieren, hin zum früheren Eingreifen“, sagt SFB-Sprecher und Dermato-Onkologe Prof. Alexander Roesch. „Unser neuer Sonderforschungsbereich stärkt die Krebsforschung in Nordrhein-Westfalen und trägt wesentlich dazu bei, wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in die klinische Praxis zu überführen.“ Die SFB-Projektgruppen analysieren, was im Tumor direkt nach Therapiebeginn passiert. Ärzte, Krebsforscher und Immunologen untersuchen gemeinsam Proben von Patienten. Sie erfassen kleinste Veränderungen auf molekularer Ebene und führen die Daten zusammen. Ergänzt wird dies durch computergestützte Analysen, denen komplexe Rechenmodelle zugrunde liegen. „So entsteht ein möglichst frühes Gesamtbild, das bislang fehlte“, betont Roesch. Anpassungsverhalten von Melanomzellen vorhersagen Ein Forschungsziel ist, das dynamische Anpassungsverhalten von Melanomzellen in Zukunft vorhersagen und gezielt beeinflussen zu können. Dadurch sollen Therapien länger wirken und Rückfälle verhindern werden können. Im Idealfall eröffnen die Ergebnisse auch neue Möglichkeiten, um andere Krebsarten besser zu behandeln. * Die Universität Duisburg-Essen koordiniert den Forschungsverbund. Partner sind das Institut für Experimentelle Onkologie der Universität Bonn und das Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften – ISAS – e. V. in Dortmund. Das könnte Sie auch interessieren: Melanom: Personen in Outdoor-Berufen besonders betroffen Onkoderm fordert differenzierte Neubewertung des Hautkrebsscreenings
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