Menopause: Fezolinetant verbessert Hitzewallungen und psychische Beschwerden16. Juni 2026 Hitzewallungen belasten viele Frauen während der Menopause. Ein nicht hormonelles Medikament sorgt für Linderung. Symbolbild: lemonmoon/stock.adobe.com Die nicht hormonelle Therapie mit Fezolinetant führte in einer Real-World-Studie zu einer signifikanten Verbesserung von Hitzewallungen sowie depressiven und Angstsymptomen bei Frauen mit menopausalen, vasomotorischen Beschwerden. Die Ergebnisse wurden auf der Jahrestagung der Endocrine Society (ENDO 2026) in Chicago vorgestellt. Hitzewallungen gehören zu den häufigsten und belastendsten Beschwerden während der Menopause und betreffen etwa 80 Prozent aller Frauen. Zur Behandlung stehen sowohl hormonelle als auch nicht hormonelle Therapieoptionen zur Verfügung. „OPTION-VMS ist die erste Real-World-Studie, die die Auswirkungen nicht hormoneller Medikamente auf Hitzewallungen, Schlaf und Stimmung bewertet“, erklärt Studienleiterin Pauline M. Maki, Professorin für Psychiatrie, Psychologie sowie Gynäkologie und Geburtshilfe an der University of Illinois Chicago (USA). Daten aus der klinischen Routineversorgung Die aktuelle Analyse ist Teil der laufenden OPTION-VMS-Studie und umfasste 656 Frauen im Alter von 40 bis 75 Jahren mit belastenden menopausalen, vasomotorischen Symptomen. Die Teilnehmerinnen erhielten eine nicht hormonelle Therapie, darunter Fezolinetant, selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI)/Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI) sowie weitere Wirkstoffe wie Gabapentin oder Oxybutynin. Untersucht wurden Veränderungen der vasomotorischen Beschwerden im Vergleich zum Ausgangswert über einen Zeitraum von zwölf Wochen. Depressive und Angstsymptome wurden nach vier, acht und zwölf Wochen bewertet. Fezolinetant reduziert Hitzewallungen und verbessert die Stimmung Bei den mit Fezolinetant behandelten Frauen (n = 201) verbesserten sich Hitzewallungen und/oder nächtliche Schweißausbrüche im Vergleich zum Ausgangswert signifikant nach vier, acht und zwölf Wochen. Auch depressive Symptome und Angstsymptome gingen bereits nach vier Wochen signifikant zurück; dieser Effekt hielt bis Woche zwölf an. „Diese Ergebnisse zeigen, dass Fezolinetant unter Alltagsbedingungen ähnliche Vorteile bietet wie in klinischen Studien beobachtet wurden“, so Maki. „Das ist bedeutsam, da klinische Studien häufig strenge Einschlusskriterien anwenden und die Studienteilnehmerinnen oft gesünder sind als die allgemeine Bevölkerung.“ Verbesserungen auch unter anderen nicht hormonellen Therapien Frauen, die mit SSRI/SNRI behandelt wurden (n = 329), sowie Teilnehmerinnen unter anderen nicht hormonellen Therapieoptionen (n = 126), zeigten ebenfalls Verbesserungen ihrer depressiven Symptome und Angstsymptome nach vier, acht und zwölf Wochen im Vergleich zum Ausgangswert. Nach Ansicht der Studienautor:innen unterstreichen die Ergebnisse die Bedeutung nicht hormoneller Behandlungsoptionen bei menopausalen Beschwerden. Das gebe auch Frauen, die sich gegen eine Hormontherapie entscheiden oder für diese nicht infrage kommen, die Sicherheit, dass es Linderung für ihre Symptome gibt. (mkl/BIERMANN)
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