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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Diabetologie und Endokrinologie,
eine neue Studie der University of Virginia, USA, empfiehlt Typ-2-Diabetes-Patienten eine Lebensstilintervention namens GEM (Glucose Everyday Matters). Diese zielt darauf ab, Blutzuckerspitzen durch bewusste Ernährungsentscheidungen und rechtzeitige Bewegung zu verhindern. Nach Angaben der Autoren konnten zwei Drittel der Studienteilnehmer ihren Diabetes so in Remission bringen. Die neue Studie enthält eine detaillierte Liste von Lebensmitteln, die Teilnehmer des Programms reduzieren oder ersetzen können, um ihren Blutzucker besser zu kontrollieren. „Beim GEM-Programm geht es jedoch nicht nur darum, auf Süßigkeiten und kohlenhydratreiche Lebensmittel zu verzichten. Vielmehr geht es darum, die Auswirkungen verschiedener Lebensmittel auf den Blutzuckerspiegel zu verstehen, bewusste Ernährungsentscheidungen zu treffen und sich zusätzlich körperlich zu betätigen“, betont Dr. Daniel J. Cox, Letztautor der Studie.
Forscher des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen sehen im Intervallfasten einen möglichen Ansatz zur Behandlung unerwünschter sexueller Lustlosigkeit. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass alte Mäusemännchen – nach menschlichem Maßstab waren es Senioren –, die über längere Zeit gefastet hatten, ungewöhnlich viele Nachkommen zeugten. Anders als zunächst vermutet, ließ sich dieses Phänomen weder durch Einflüsse auf die Reproduktionsorgane noch durch hormonelle Faktoren erklären. Schließlich stellten die Forscher fest: Es liegt am Verhalten. Die fastenden Männchen hatten deutlich mehr Sexualkontakte als jene Mäuse, die unbegrenzt fressen konnten.
Auch interessant: Die DDG begrüßt den aktuellen Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses, digitale Module für die strukturierte Versorgung von Menschen mit Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2 einzuführen.
Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und ein schönes Wochenende.
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