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Liebe Leserinnen und Leser,
die Transplantation von gesunden Spender-Inselzellen stellt einen vielversprechenden Ansatz für die Behandlung – und potenzielle Heilung! – des Typ-1-Diabetes dar. In Deutschland ist eine solche Transplantation derzeit nur am Universitätsklinikum Dresden möglich. Die breitere Anwendung wird maßgeblich durch die Verfügbarkeit von Spenderorganen und die Notwendigkeit einer Immunsuppression eingeschränkt.
Neuere Ansätze haben sich dieser Problematiken angenommen. Zum Beispiel können die benötigten Betazellen auch aus Stammzellen differenziert werden, sodass keine Organspende notwendig ist. Unter dem Namen Zimislecel wird die Therapie derzeit in klinischen Studien erprobt. Um die transplantierten Zellen anschließend vor einer Abstoßung zu schützen, haben schwedische und amerikanische Forschende mittels CRISPR-Gene Editing eine genetische Modifizierung der Zellen vorgenommen. Bislang wird nur von einem Patienten berichtet, der erfolgreich mit den sogenannten hypoimmunen Inselzellen transplantiert wurde und danach nicht auf Immunsuppressiva angewiesen war.
Ein alternatives Konzept ist das künstliche Pankreas. Mehrere Forschungsgruppen arbeiten daran, verschiedene „Schutzschilde“ zu entwickeln, die die Inselzellen vor dem Immunsystem abschirmen und dennoch den Austausch von Hormonen und Nährstoffen zulassen. Forschenden aus Israel ist es jüngst gelungen, spezielle Kristalle herzustellen, die einen CSF1R-Inhibitor freisetzen und innate Immunzellen modulieren. Ein Implantat aus Inselzellen und diesem kristallinen Schutzschild lieferte in präklinischen Modellen vielversprechende Ergebnisse: Langfristige Blutzuckerkontrolle ohne systemische Immunsuppression.
Ob Insulinspritzen durch Inselzelltransplantation und künstliches Pankreas in naher Zukunft hinfällig werden, bleibt wohl eher fraglich. Aber in Zeiten wie diesen ist es vielleicht umso wichtiger, die Hoffnung nicht aufzugeben. Eine informative Lektüre und ein sonniges Wochenende wünscht Ihnen
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