Ausgabe 21/2026

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Freitag, 22. Mai 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

das Polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) wurde am 12. Mai vergangene Woche offiziell umbenannt. Der neue Name – Polyendokrines Metabolisches Ovarialsyndrom (PMOS) – stellt laut den Autorinnen und Autoren der globalen Konsensusstudie in „The Lancet“ einen wichtigen Meilenstein für die Millionen Betroffenen und ihre Versorgung dar.

Das PMOS ist eine multisystemische Erkrankung, deren metabolische und hormonelle Komplexität die alte Bezeichnung (PCOS) kaum bis gar nicht widergespiegelt hat. Stattdessen wurden hier die reproduktive Komponente, speziell die polyzystischen Eierstöcke, und damit einhergehende Menstruationsbeschwerden und Unfruchtbarkeit übermäßig in den Vordergrund gestellt. Tatsächlich ist aber schon länger klar, dass es sich dabei zum einen nicht um echte Zysten in den Ovarien handelt und zum anderen nicht alle Betroffenen diese Symptomatik aufweisen. Die Bezeichnung Polyzystisches Ovarialsyndrom war damit nicht nur unvollständig, sondern ebenso irreführend.

Die Diagnose des PMOS erfolgt nach den Rotterdam-Kriterien, von denen mindestens zwei von drei erfüllt sein müssen. Die reproduktiven und gynäkologischen Aspekte der Erkrankung sind damit auch in klinischen Leitlinien fest verankert. Die Umbenennung soll nun der dadurch entstandenen Stigmatisierung sowie den Missverständnissen und Versorgungslücken entgegenwirken. Indem insbesondere die (kardio)metabolischen und hormonellen Auswirkungen stärker mitberücksichtigt werden, sollen Betroffene leichter eine Diagnose erhalten und gezielter behandelt werden können. Denn gerade hier könne bei rechtzeitiger Diagnose frühzeitig interveniert und Folgeerkrankungen wie Typ-2-Diabetes vorgebeugt werden.

Die mitwirkenden Autorinnen und Autoren erhoffen sich insgesamt eine bessere Versorgung aller Betroffenen weltweit. Denn Sprache spiele auch in der Medizin eine entscheidende Rolle: „Die Umbenennung dieser Erkrankung ist mehr als bloße Semantik; es geht darum, endlich die volle Realität dessen anzuerkennen, was die Patientinnen erleben“, bringt es Co-Autorin Dr. Melanie Cree von der University of Colorado Anschutz (USA) treffend auf den Punkt.

Außerdem gibt es neue Erkenntnisse zur nachhaltigen Behandlung mit GLP-1-Rezeptoragonisten sowie dem Phänomen der GLP-1-Resistenz. Eine informative Lektüre und, auch dieses Mal wieder, ein sonniges Feiertags-Wochenende wünscht Ihnen




   Milo Klesse
   Redaktion Diabetologie/Endokrinologie

 

 
 
Aus PCOS wird PMOS: Häufige Hormonstörung bekommt neuen Namen

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Das Polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) heißt ab sofort „Polyendokrines Metabolisches Ovarialsyndrom“ (PMOS). Der neue Name beschreibt die multisystemische Natur der Erkrankung und soll die Diagnose und Behandlung von Betroffenen verbessern.

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Früh leitliniengerecht kombinieren

Bei erhöhtem kardiorenalen Risiko empfiehlt die NVL frühzeitig eine Kombinationstherapie.1 Ozempic® direkt mit Metformin* für eine leitliniengerechte Therapie.

Referenzen & Pflichttext

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Zusammenhang zwischen dem polyendokrinen metabolischen Ovarialsyndrom und Herzerkrankungen

Laut einer auf dem 28. Europäischen Endokrinologie-Kongress in Prag vorgestellten Studie steigt das Risiko für Herzerkrankungen bei Frauen mit dem polyendokrinen metabolischen Ovarialsyndrom (PMOS) – selbst bei normalgewichtigen Frauen.

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Ein gewichtiger Grund für das Herz: Mounjaro®

Wie verbessern Sie die kardiovaskuläre Prognose Ihrer Patient:innen mit Adipositas und Herzinsuffizienz (HFpEF)? Mounjaro®12,* liefert Antworten: In der SUMMIT-Studie wurde eine starke Gewichtsreduktion sowie ein positiver Effekt auf HFpEF-bedingte Ereignisse nachgewiesen.13

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ECO 2026: Gewichtsverlust durch Tirzepatid bleibt nach Dosisreduktion weitgehend erhalten

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Wie können Patienten, die durch eine Behandlung mit Tirzepatid deutlich an Gewicht verlieren, diesen Gewichtsverlust langfristig aufrechterhalten? Laut aktuellen Studienergebnisse scheint eine Fortsetzung der Therapie sowohl mit maximal verträglicher als auch reduzierter Dosis dieses Ziel zu ermöglichen.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Schlafprofil biologischer Alterungsuhren im mittleren und späten Lebensalter.
Nature 13.05.2026

Wirkung von hochdosiertem oralen Insulin bei Kindern mit Typ-1-Diabetes im Stadium 1: Die randomisierte kontrollierte Fr1da-Insulin-Interventionsstudie.
Diabetes Care 2026;49(5):746–754.

„Brain Fatigue“ bei Morbus Basedow: Symptome und Darstellung eines möglichen Mechanismus auf zellulärer Ebene.
Eur Thyroid J 2026;15(2):ETJ250172.

 
 

Was steckt hinter dem Phänomen der GLP-1-Resistenz?

Mit der immer breiteren Anwendung von GLP-1-Rezeptoragonisten häufen sich auch die Berichte über eine mögliche GLP-1-Resistenz. Ein internationales Forschungsteam hat zwei potenzielle Genvarianten identifiziert, die das Phänomen bei Menschen mit Diabetes erklären könnten.

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Neue Empfehlungen zur medikamentösen Therapie bei pädiatrischer Adipositas

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Die medizinische Leitlinie zur „Therapie und Prävention der Adipositas im Kindes- und Jugendalter“ ist in ihren Aussagen zur medikamentösen Therapie vorzeitig aktualisiert worden. Hintergrund sind substanzielle Veränderungen der wissenschaftlichen Evidenzlage und neue Medikamentenzulassungen für das Jugendalter.

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PANORAMA:

Laut einer klinischen Studie kann regelmäßiges Ausdauertraining zu einer langfristigen Reduzierung des Stresshormons Cortisol führen. Können wir dem Stress also „davon laufen“?
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Der 130. Deutsche Ärztetag in Hannover hat den Gesetzgeber aufgefordert, die vorgesehenen Sparmaßnahmen „sauber auszutarieren“ und legt zudem selbst ein Konzept vor.
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Am Herz- und Diabeteszentrum NRW in Bad Oeynhausen steht nun der Antikörper Teplizumab zur Verfügung, der die Manifestation eines Typ-1-Diabetes verzögern kann.
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TERMINE:

Annual Congress of the Central European Diabetes Association 2026
25.–27. Juni 2026
Düsseldorf

Adipositaskongress
23.–25. September 2026
Potsdam

Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für pädiatrische und adoleszente Endokrinologie und Diabetologie
26.–28. November 2026
Berlin

70. Deutscher Kongress für Endokrinologie
10.–12. März 2027
Bielefeld

 
 

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