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Liebe Leserinnen und Leser,
bei übergewichtigen Patientinnen und Patienten steht häufig die Herzgesundheit im Fokus. Die Behandlung mit GLP-1-Rezeptoragonisten wie Semaglutid senkt die kardiovaskulären Risiken sowohl bei Patienten mit als auch ohne Diabetes. Tatsächlich scheint dieser Nutzen sogar unabhängig von Gewichtsverlust und Ausgangsgewicht zu sein, wie eine neue Analyse von Patientendaten aus der SELECT-Studie ergeben hat.
Auch bei der genetisch bedingten Adipositas zeigen sich paradox wirkende Zusammenhänge: Laut den Ergebnissen einer Studie der Universitätsmedizin Ulm sorgt eine Mutation im Melanocortin-4-Rezeptor zwar für starkes frühkindliches Übergewicht. Gleichzeitig wiesen diese Patienten jedoch niedrigere Blutfett- und Blutdruckwerte auf als Patienten ohne die Mutation.
Nicht zu unterschätzen ist zudem der Einfluss von Sexualhormonen auf die Herzgesundheit. Die spielen vor allem bei Transgender-Patientinnen eine wichtige Rolle. Die Ergebnisse einer „Nature“-Studie bestätigen, dass sich die Proteinexpression im Blut von Transfrauen durch eine feminisierende Hormontherapie der von Cis-Frauen angleicht. Damit verändern sich auch ihre Immunfunktion und die Krankheitsrisiken – und sollten bei der Behandlung und Vorsorge berücksichtigt werden.
Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und ein schönes Wochenende.
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