Ausgabe 26/2026

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Freitag, 26. Juni 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

ganz Deutschland ächzt unter der Hitze. Doch während Schweißausbrüche bei vielen Menschen aktuell auf die rekordverdächtigen Außentemperaturen zurückzuführen sind, sind sie für Millionen Frauen auch ohne extreme Wetterverhältnisse ein ständiger Begleiter. Hitzewallungen während der Menopause sind nicht nur belastend, insbesondere bei Frauen mit Diabetes können sie auch gefährlich werden, weil sie sich nicht immer zuverlässig von einer Unterzuckerung unterscheiden lassen. Der Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland (VDBD) hat deshalb im Rahmen einer Pressekonferenz die Bedeutung geschlechtersensibler Diabetesberatung und -versorgung hervorgehoben.

Dazu gehört auch die Entwicklung und Erprobung entsprechender Therapien, um die Beschwerden der Betroffenen angemessen behandeln zu können. Die Hormontherapie hat sich für viele menopausale Symptome inzwischen als wirksam erwiesen. Für Frauen, die eine Hormontherapie dennoch ablehnen oder bei denen sie kontraindiziert ist, gibt es mit Fezolinetant aber auch eine wirksame, nicht hormonelle Alternative. Wie Real-World-Daten, die kürzlich auf der Jahrestagung der Endocrine Society (ENDO 2026) in Chicago (USA) vorgestellt wurden, bestätigen, verbessert Fezolinetant signifikant sowohl Hitzewallungen als auch psychische Symptome.

Doch nicht nur die Wechseljahre stellen eine hormonelle Herausforderung dar. Auch der weibliche Zyklus oder eine Schwangerschaft verlangen von Frauen körperlich wie mental einiges ab. Hinzu kommt das Polyendokrine Metabolische Ovarialsyndrom (PMOS). Dieses geht oftmals mit einer verminderten Fertilität einher. Neue Studiendaten deuten nun an, dass der GLP-1-Rezeptoragonist Semaglutid Betroffenen mit Adipositas nicht nur beim Abnehmen helfen, sondern auch ihre Fruchtbarkeit wiederherstellen könnte. Und nicht nur das: Laut einer anderen Studie ist die Anwendung von GLP-1-RA bei Frauen ab 45 Jahren auch mit einer geringeren Inzidenz für Brustkrebs assoziiert.

Umgekehrt geht die Einnahme von oralen Verhütungsmitteln mit einer Zunahme von Binge-Eating-Episoden einher, wie eine US-Studie zeigt. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass nach wie vor zahlreiche „Blind Spots“ bestehen, was die Frauengesundheit in verschiedenen Lebensphasen angeht – teils gepaart mit Stigmatisierung und veralteten Denkmustern. Es bedarf an vielen Stellen weiterhin gründlicherer Untersuchungen.

Doch damit genug der Wissenschaft. Dieses Wochenende gilt für alle Geschlechter: Abkühlung, wo immer sie sicher möglich ist. Also viel Trinken, Sonnencreme nicht vergessen, Baderegeln beachten und Rücksicht nehmen! Ein schönes Wochenende wünscht Ihnen




   Dr. Milo Klesse
   Redakteur Diabetologie/Endokrinologie

 

 
 
Menopause: Fezolinetant verbessert Hitzewallungen und psychische Beschwerden

Menopause: Fezolinetant verbessert Hitzewallungen und psychische Beschwerden

Die nicht hormonelle Therapie mit Fezolinetant führte in einer Real-World-Studie zu einer signifikanten Verbesserung von Hitzewallungen sowie depressiven und Angstsymptomen bei Frauen mit menopausalen, vasomotorischen Beschwerden. Die Ergebnisse wurden auf der Jahrestagung der Endocrine Society (ENDO 2026) in Chicago vorgestellt.

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Herzklopfen sollte eine Freude sein.
Kein Befund.

Bei erhöhtem kardiorenalen Risiko empfiehlt die NVL frühzeitig eine Kombinationstherapie.2 Ozempic® direkt mit Metformin* für eine leitliniengerechte Therapie.

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Injizierbares Semaglutid könnte die Fruchtbarkeit bei Frauen mit PMOS verbessern

Ein in der Fachzeitschrift „Fertility and Sterility“ veröffentlichter Bericht hebt potenzielle Vorteile von Semaglutid für die Fruchtbarkeit – zusätzlich zur Gewichtsabnahme – bei Frauen mit polyendokrinem metabolischem Ovarialsyndrom (PMOS) hervor.

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Typ-2-Diabetes: Time in Range bei fast 100 %

Eine unzureichende Einstellung des Blutzuckers sowie Begleiterkrankungen rauben Menschen mit Typ-2-Diabetes die Lebensqualität. Doch sind die Therapieziele ehrgeizig genug? Im interaktiven Fall mit Dr. Vatter sehen Sie die Antwort: Entdecken Sie, wie Mounjaro®1,* postprandiale Glukosespitzen glättet und die Time in Range auf nahezu 100 % maximiert – ein neuer Maßstab für die frühzeitige Therapie.

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GLP-1-Rezeptoragonisten mit geringerer Inzidenz von Brustkrebs assoziiert

GLP-1-Rezeptoragonisten mit geringerer Inzidenz von Brustkrebs assoziiert

In eine retrospektive Analyse eingeschlossene Frauen, die GLP-1-Rezeptoragonisten einnahmen, besaßen ein um etwa 30 Prozent geringeres Risiko für Brustkrebs als Frauen ohne GLP-1-Therapie. Ausgewertet hatte man Daten zu mehr als 110.000 Frauen im Alter zwischen 45 und 80 Jahren.

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Seltene endokrine Erkrankungen beim
ENDO Congress 2026

Der ENDO Congress 2026 (13.–16.06.) lieferte wissenschaftliche Erkenntnisse zu seltenen endokrinen Erkrankungen. Im Rare Endo Talks am 01.07.2026 von 18:00–19:30 Uhr erfahren Sie alles zu Kongresshighlights rund um Calcium- und Knochenstoffwechsel, Wachstumsstörungen und Lipidstoffwechsel. Melden Sie sich an und bleiben Sie auf dem Laufenden zu aktuellen Entwicklungen in der seltenen Endokrinologie.

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Frauen unter menopausaler Hormontherapie weisen häufiger einen gesunden Lebensstil auf

Eine US-amerikanische Studie untersuchte den Zusammenhang zwischen Menopausenstatus, Hormontherapie und Gesundheitsverhalten. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Frauen unter Hormontherapie insgesamt einen gesünderen Lebensstil aufweisen.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Geschlechtsunterschiede bei Hypoglykämien bei Typ-1-Diabetes und insulinbehandeltem Typ-2-Diabetes: die Hypo-METRICS-Studie.
Diabetologia 20.06.2026

Polyendokrines metabolisches Ovarialsyndrom in der Schwangerschaft: Pathophysiologie und Outcomes.
Nat Rev Endocrinol 05.06.2026

Hyperglykämie verschlimmert Vitiligo durch Succinat/SUCNR1-vermittelte T-Zell-Aktivierung.
J Clin Invest 2026;136(12):e200316.

Praxisorientierter Ansatz zur Diagnose, zum Management und zur Behandlung pädiatrischer Patientinnen und Patienten mit Knochenbrüchigkeit: eine Expertenmeinung.
J Endocrinol Invest 24.06.2026

 
 
 
Neue Studie: Orale Kontrazeptiva können Binge-Eating begünstigen

Neue Studie: Orale Kontrazeptiva können Binge-Eating begünstigen

Die Einnahme oraler Kontrazeptiva kann mit einer Zunahme von Binge-Eating-Episoden einhergehen – vor allem bei Frauen, die bereits andere Risikofaktoren aufweisen. Das hat eine neue Studie der Michigan State University (USA) ergeben.

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PANORAMA:

Diabetes trifft Frauen anders als Männer. Wie Hormone den Blutzucker beeinflussen und worauf Frauen achten sollten, erklärt der VDBD auf einer Pressekonferenz.
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Schlaf und Hormone beeinflussen sich gegenseitig. Schlafprobleme während Zyklus, Schwangerschaft und Menopause sind keine Seltenheit und sollten medizinisch sorgfältig eingeordnet werden.
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Eine neue S3-Leitlinie adressiert den Übergang von Jugendlichen mit Adipositas von der Pädiatrie in die Erwachsenenmedizin.
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