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Liebe Leserinnen und Leser,
der zehnjährige Neo Siepmann ist amtierender Deutscher Jo-Jo-Meister (in der Division 1A). Warum ist das für Sie relevant? Vermutlich gar nicht. Es sei denn, Sie sind leidenschaftlich im Jo-Jo-Sport unterwegs und möchten sich noch ein paar Tricks abschauen. Andernfalls kennen Sie das Jo-Jo wahrscheinlich vor allem als mehr oder weniger faszinierendes Spielzeug – oder als metaphorischen Angstgegner.
Der gefürchtete „Jo-Jo-Effekt“, also die erneute Gewichtszunahme nach einem erfolgreichen Gewichtsverlust, kann für Betroffene eine große psychische Belastung sein. Allerdings gibt es auch weit verbreitete Annahmen, dass sich solche Gewichtsschwankungen negativ auf den Stoffwechsel auswirken und die Betroffenen in eine noch misslichere Lage bringen als vor der Gewichtsreduktion. Für diese Auffassung gibt es einem aktuellen Artikel aus „The Lancet Diabetes & Endocrinology“ zufolge jedoch keine stichhaltigen Beweise!
Die Autoren Prof. Faidon Magkos und Prof. Norbert Stefan werteten hierzu eine Reihe von Beobachtungs- sowie klinischen und experimentellen Studien aus. Dabei fanden sie keine durchgängigen Belege dafür, dass der Jo-Jo-Effekt als solcher Körperzusammensetzung, Stoffwechsel oder das Risiko für Folgeerkrankungen negativ beeinflusst. „Eine erneute Gewichtszunahme bringt die Menschen wieder auf das Ausgangsrisiko zurück – nicht darüber hinaus“, erklärt Magkos. So müsse man zwischen dem Verlust von Vorteilen und der Verursachung von Schäden unterscheiden.
Warum die Botschaft genau jetzt zum richtigen Zeitpunkt kommt und welche Neuigkeiten es sonst noch aus der Forschung gibt, erfahren Sie in diesem Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal. Eine informative Lektüre und ausreichend Abkühlung wünscht Ihnen
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