Ausgabe 22/2026

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Freitag, 29. Mai 2026

Liebe Leserinnen und Leser,
der zehnjährige Neo Siepmann ist amtierender Deutscher Jo-Jo-Meister (in der Division 1A). Warum ist das für Sie relevant? Vermutlich gar nicht. Es sei denn, Sie sind leidenschaftlich im Jo-Jo-Sport unterwegs und möchten sich noch ein paar Tricks abschauen. Andernfalls kennen Sie das Jo-Jo wahrscheinlich vor allem als mehr oder weniger faszinierendes Spielzeug – oder als metaphorischen Angstgegner.
Der gefürchtete „Jo-Jo-Effekt“, also die erneute Gewichtszunahme nach einem erfolgreichen Gewichtsverlust, kann für Betroffene eine große psychische Belastung sein. Allerdings gibt es auch weit verbreitete Annahmen, dass sich solche Gewichtsschwankungen negativ auf den Stoffwechsel auswirken und die Betroffenen in eine noch misslichere Lage bringen als vor der Gewichtsreduktion. Für diese Auffassung gibt es einem aktuellen Artikel aus „The Lancet Diabetes & Endocrinology“ zufolge jedoch keine stichhaltigen Beweise!
Die Autoren Prof. Faidon Magkos und Prof. Norbert Stefan werteten hierzu eine Reihe von Beobachtungs- sowie klinischen und experimentellen Studien aus. Dabei fanden sie keine durchgängigen Belege dafür, dass der Jo-Jo-Effekt als solcher Körperzusammensetzung, Stoffwechsel oder das Risiko für Folgeerkrankungen negativ beeinflusst. „Eine erneute Gewichtszunahme bringt die Menschen wieder auf das Ausgangsrisiko zurück – nicht darüber hinaus“, erklärt Magkos. So müsse man zwischen dem Verlust von Vorteilen und der Verursachung von Schäden unterscheiden.
Warum die Botschaft genau jetzt zum richtigen Zeitpunkt kommt und welche Neuigkeiten es sonst noch aus der Forschung gibt, erfahren Sie in diesem Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal. Eine informative Lektüre und ausreichend Abkühlung wünscht Ihnen




   Milo Klesse
   Redaktion Diabetologie/Endokrinologie

 

 
 
Ist der „Jo-Jo-Effekt“ wirklich ein klinisches Problem?

Ist der „Jo-Jo-Effekt“ wirklich ein klinisches Problem?

Eine erneute Gewichtszunahme nach einem Gewichtsverlust, allgemein bekannt als „Jo-Jo-Effekt“, wird oft als schädlich dargestellt – sogar als schädlicher als anhaltendes Übergewicht. Neue Ergebnisse legen jedoch nahe, dass diese weit verbreitete Auffassung nicht durch stichhaltige wissenschaftliche Belege gestützt wird.

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MASH: lebergerichtete Therapie ist kein Wunschdenken mehr

Rezdiffra® ist die erste und einzige lebergerichtete MASH-Therapie bei mäßiger bis fortgeschrittener Fibrose. Lesen Sie mehr über die überzeugende Wirksamkeit und das gute Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil dieser zielgerichteten Therapie.1

1. Fachinformation Rezdiffra®, Stand August 2025. | DE-PP-RES-00105 02/26

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Genomweite Assoziationsstudien enthüllen Genetik von Blutfetten

Forschende des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) haben neue Erkenntnisse darüber gewonnen, wie das menschliche Erbgut die chemische Struktur und Konzentration von Blutfetten beeinflusst. Im Genom identifizierten sie mehr als 50 Regionen, deren Bedeutung für den Fettstoffwechsel bislang unbekannt war.

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Neue Fortbildung für Hochschullehrende vermittelt praxisnahes Wissen zur Diabetesversorgung

Neue Fortbildung für Hochschullehrende vermittelt praxisnahes Wissen zur Diabetesversorgung

Wie lässt sich diabetologisches Wissen systematisch in die Pflegeausbildung integrieren? Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) startet dafür eine neue Fortbildung für Hochschullehrende in der Pflege. Sie vermittelt praxisnahes Wissen zu Diagnostik, Therapie und Versorgung von Menschen mit Diabetes und unterstützt Hochschulen dabei, diese Inhalte gezielt in ihre Studiengänge einzubinden.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Krankheit definieren oder Versorgung verzögern? Eine konzeptuelle und klinische Bewertung des Adipositas-Frameworks aus „The Lancet“.
J Clin Endocrinol Metab 2026;111(6):1503-1512.

Altersabhängige Muster kardiometabolischer Risikofaktoren für Komplikationen bei Typ-2-Diabetes.
Diabetologia 22.05.2026

Fortschritte bei der Diagnose und Behandlung der diabetischen Retinopathie.
Nat Rev Endocrinol 11.05.2026

Erhöhtes Risiko für Vorhofflimmern und Vorhofflattern bei Patienten mit Cushing-Syndrom: Eine bevölkerungsbasierte, gematchte Kohortenstudie.
Eur J Endocrinol 26.05.2026

 
 

Frühstadien von Typ-1-Diabetes bei Kindern: Screening breit umsetzbar

Frühstadien von Typ-1-Diabetes bei Kindern beim Kinderarzt erkennen? Die Bilanz der Fr1da-Studie zeigt: Das Screening ist dauerhaft umsetzbar und identifiziert die meisten Kinder, die einen Typ-1-Diabetes Stadium 3 entwickeln werden.

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„MouseMapper“: KI-Atlas deckt verborgene Ganzkörperschäden durch Adipositas auf

„MouseMapper“: KI-Atlas deckt verborgene Ganzkörperschäden durch Adipositas auf

Mithilfe der neuen Plattform „MouseMapper“ haben Münchner Forschende weitreichende Entzündungsprozesse sowie bislang unbekannte Schädigungen sensorischer Gesichtsnerven infolge von Adipositas identifiziert. Das KI-gestützte Framework kartiert krankheitsbedingte Veränderungen im gesamten Mauskörper.

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PANORAMA:

Anlässlich des Internationalen Tages der Frauengesundheit am 28. Mai betonen Leipziger Wissenschaftlerinnen die Bedeutung hormoneller Unterschiede in Medizin und Forschung.
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Der Bundestag hat die Apothekenreform verabschiedet. Aus der Ärzteschaft hagelt es Kritik.
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Kritisch sieht die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) auch den aktuellen Entwurf zum GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz. Er gefährde die Diabetesversorgung, insbesondere von finanziell schwächeren Menschen.
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TERMINE:

Global Summit on Diabetes and Endocrinology
22. – 23. Juni 2026
London (Großbritannien)

Innere Medizin fachübergreifend – Diabetologie grenzenlos
11. – 12. September 2026
Frankfurt

13. Norddeutsche Hormon- und Stoffwechseltage
9. – 10. Oktober 2026
Hamburg

Diabetes Refresher
27. – 28. November 2026
Köln

 
 

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