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Liebe Leserinnen und Leser,
falls Sie sich kürzlich gefragt haben, was es denn eigentlich Neues in Sachen Atemtest auf dem Gebiet der Stoffwechselerkrankungen gibt, ist heute Ihr „lucky day“. Forschende der ETH Zürich haben nämlich jüngst ein neues Handgerät vorgestellt, dass den Aceton-Gehalt in der Atemluft misst. Die ausgeklügelte Sensortechnologie wurde über mehrere Jahre entwickelt und optimiert, sodass sie einen präzisen und robusten Nachweis der Aceton-Moleküle ermöglicht, der mit massenspektrometrischen Messungen vergleichbar ist.
Doch der eigentliche Gewinn liegt nach Angaben der Forschenden darin, dass die Messung während des kontrollierten Ausatmens erfolgt: Mittels Bluetooth lässt sich das Gerät mit dem Smartphone verbinden. Eine App leitet – basierend auf Daten eines Drucksensors – die Benutzenden in Echtzeit an, um einen kontrollierten Luftfluss herzustellen. Der Aceton-Gehalt wird anschließend nur in der endexspiratorischen Atemluft gemessen. Dieses Konzept soll für eine hohe Reproduzierbarkeit der Messwerte sorgen. Zeitgleich macht es den Atemtest auch für Laien zugänglich, sodass er sich potenziell für den Heimgebrauch eignet.
In seiner Studie untersuchte das Team den Einsatz des Gerätes an zwölf gesunden Testpersonen und analysierte insgesamt 312 Messungen unter verschiedenen Bedingungen. Die Ergebnisse zeigen: Das Gerät weist Veränderungen des Aceton-Gehalts in der Atemluft nach körperlicher Aktivität und/oder Nahrungsaufnahme zuverlässig nach. Die Daten stimmen dabei mit Blutzuckermessungen im Blut und durch CGM-Sensoren überein. In größeren Kohortenstudien soll nun der Nutzen des neuen Handgerätes im Rahmen von Stoffwechselerkrankungen und ketogenen Therapien, beispielsweise bei Kindern mit Epilepsie, untersucht werden. Auch im Leistungs- und Breitensport sehen die Autorinnen und Autoren mögliches Anwendungspotenzial.
Apropos Luft: Wer ausatmet, atmet zwangsläufig auch wieder ein. Neue Daten bestätigen nun, dass sich die Luftverschmutzung im Kindesalter nicht nur negativ auf Atemwegserkrankungen, sondern auch die kardiometabolische Gesundheit auswirkt. Allerdings dürften sich Atemübungen für Entspannung und Stressreduktion derzeit großer Beliebtheit erfreuen. Also: Take a deep breath. And carry on.
Eine informative Lektüre und ein schönes Wochenende wünscht Ihnen
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