Ausgabe 31/2026

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Freitag, 31. Juli 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

falls Sie sich kürzlich gefragt haben, was es denn eigentlich Neues in Sachen Atemtest auf dem Gebiet der Stoffwechselerkrankungen gibt, ist heute Ihr „lucky day“. Forschende der ETH Zürich haben nämlich jüngst ein neues Handgerät vorgestellt, dass den Aceton-Gehalt in der Atemluft misst. Die ausgeklügelte Sensortechnologie wurde über mehrere Jahre entwickelt und optimiert, sodass sie einen präzisen und robusten Nachweis der Aceton-Moleküle ermöglicht, der mit massenspektrometrischen Messungen vergleichbar ist.

Doch der eigentliche Gewinn liegt nach Angaben der Forschenden darin, dass die Messung während des kontrollierten Ausatmens erfolgt: Mittels Bluetooth lässt sich das Gerät mit dem Smartphone verbinden. Eine App leitet – basierend auf Daten eines Drucksensors – die Benutzenden in Echtzeit an, um einen kontrollierten Luftfluss herzustellen. Der Aceton-Gehalt wird anschließend nur in der endexspiratorischen Atemluft gemessen. Dieses Konzept soll für eine hohe Reproduzierbarkeit der Messwerte sorgen. Zeitgleich macht es den Atemtest auch für Laien zugänglich, sodass er sich potenziell für den Heimgebrauch eignet.

In seiner Studie untersuchte das Team den Einsatz des Gerätes an zwölf gesunden Testpersonen und analysierte insgesamt 312 Messungen unter verschiedenen Bedingungen. Die Ergebnisse zeigen: Das Gerät weist Veränderungen des Aceton-Gehalts in der Atemluft nach körperlicher Aktivität und/oder Nahrungsaufnahme zuverlässig nach. Die Daten stimmen dabei mit Blutzuckermessungen im Blut und durch CGM-Sensoren überein. In größeren Kohortenstudien soll nun der Nutzen des neuen Handgerätes im Rahmen von Stoffwechselerkrankungen und ketogenen Therapien, beispielsweise bei Kindern mit Epilepsie, untersucht werden. Auch im Leistungs- und Breitensport sehen die Autorinnen und Autoren mögliches Anwendungspotenzial.  

Apropos Luft: Wer ausatmet, atmet zwangsläufig auch wieder ein. Neue Daten bestätigen nun, dass sich die Luftverschmutzung im Kindesalter nicht nur negativ auf Atemwegserkrankungen, sondern auch die kardiometabolische Gesundheit auswirkt. Allerdings dürften sich Atemübungen für Entspannung und Stressreduktion derzeit großer Beliebtheit erfreuen. Also: Take a deep breath. And carry on.

Eine informative Lektüre und ein schönes Wochenende wünscht Ihnen




   Dr. Milo Klesse
   Redakteur Diabetologie/Endokrinologie

 

 
 
Pusten statt bluten: Gerät misst Fettverbrennung in der Atemluft

Pusten statt bluten: Gerät misst Fettverbrennung in der Atemluft

Forschende der ETH Zürich haben ein Handgerät entwickelt, dass den Aceton-Gehalt der Atemluft präzise nachweisen kann, wie ein Massenspektrometer. Dank einer Smartphone-App kann der Atemtest auch von Laien zuverlässig bedient werden. In Zukunft sollen so Diäten und Therapien bei Stoffwechselkrankheiten genauer überwacht und personalisiert werden können.

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Adipositas: Der erste Schritt? Ansprechen!

Leidensdruck beenden, Lebensqualität steigern: Der erste Schritt ist meist das Ansprechen der Diagnose Adipositas. Der praktische Leitfaden rund um Mounjaro®7,* bietet Ihnen das nötige Werkzeug, um das Thema sensibel zu adressieren und Patient:innen in ein leichteres Leben zu begleiten. Kompakt, strukturiert und direkt umsetzbar: So integrieren Sie den Kickstart mühelos in Ihren Praxisalltag.

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Luftverschmutzung im Kindesalter erhöht Risiko für Metabolisches Syndrom

Eine groß angelegte europäische Kohortenstudie zeigt, dass die Belastung durch Feinstaub und Stickstoffdioxid in der häuslichen und schulischen Umgebung die kardiometabolische Gesundheit von Kindern nachhaltig beeinträchtigt. Besonders das Schulumfeld scheint dabei eine kritische Rolle für die spätere Gesundheit zu spielen.

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Mitten im Leben: 1x wöchentliches
Wachstumshormon Sogroya®

Sogroya® (Somapacitan) bietet Patienten mehr Freiheit im Leben,1 ohne Kompromisse bei der Therapie – denn Sogroya® bietet eine vergleichbare Effektivität und Sicherheit wie tägliches Wachstumshormon2–5 – bei 313 injektionsfreien Tagen pro Jahr.6

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HFpEF: Fettgewebe rückt als Therapieziel in den Fokus

HFpEF: Fettgewebe rückt als Therapieziel in den Fokus

In einem Mausmodell verbesserte der ATGL-Hemmer Atglistatin die Herzfunktion, systemische Entzündung und kardiales Remodelling stärker als eine Kalorienrestriktion. Die Ergebnisse weisen auf einen neuen Ansatz zur Behandlung der HFpEF hin.

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Neu: Integration von Dexcom G7 in das myLoop AID-System

Mehr Auswahl bei der automatisierten Insulinabgabe gibt es nun für Menschen mit Typ-1-Diabetes. myLoop integriert die Ypsopump Insulinpumpe, die CamAPS FX App und den Glukosesensor Dexcom G7 für mehr Flexibilität im Alltag mit Diabetes. Die neue Verknüpfung ermöglicht es Anwendenden, von der schnellen Aufwärmzeit1 sowie bewährten Genauigkeit2,3 des Dexcom G7 zu profitieren.

Referenzen

1. Bild Dexcom G7 x myLoop_200x130_rgb
 
 
 

GLP-1-Rezeptoragonisten bei Typ-2-Diabetes mit erhöhtem Risiko für Haarausfall assoziiert

Der Einsatz von GLP-1-Rezeptoragonisten (GLP-1-RA) ist bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes mit einem erhöhten Risiko für Haarausfall (Alopezie) verbunden. Das absolute Risiko sei laut Forschenden zwar gering, dennoch könnte die Kenntnis dieser potenziellen Nebenwirkung Therapieentscheidungen beeinflussen.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Prospektive Validierung bildgebender und serologischer Biomarker für Steatohepatitis und Fibrose bei MASLD: die LITMUS-Imaging-Studie.
Nat Med 24.07.2026

Kompetitiver Katabolismus treibt bei Adipositas Hyperglykämie und Hyperinsulinämie voran.
Cell Metab 21.07.2026

Die SGLT2-Hemmung moduliert metabolische, vaskuläre und entzündliche molekulare Marker in der Niere bei Jugendlichen mit Typ-1-Diabetes.
Sci Transl Med 22.07.2026

Subtypen des Typ-2-Diabetes für die Präzisionsmedizin: methodische Herausforderungen und alternative Ansätze mit Vorhersage-Modellen.
Diabetologia 25.07.2026

 
 
 
Frühe hormonelle Veränderungen beeinflussen psychische Symptome geschlechtsspezifisch

Frühe hormonelle Veränderungen beeinflussen psychische Symptome geschlechtsspezifisch

Forschende der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen haben Daten einer Langzeitstudie ausgewertet und gezeigt, dass frühe hormonelle Veränderungen im Alter zwischen neun und zwölf Jahren mit der Entwicklung psychischer Symptome zusammenhängen können – und zwar geschlechtsspezifisch. Die Studie wurde kürzlich in „Translational Psychiatry“ veröffentlicht.

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PANORAMA:

Carsten Linnemann ist neuer Bundesgesundheitsminister. Aus der Opposition kommen Skepsis und Befürchtungen.
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Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) fordert derweil, dass die Präventionsoffensive des BMG auch unter Linnemann zügig fortgesetzt wird.
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Die Lebenserwartung steigt – und mit ihr auch die Zeit, die Menschen am Lebensende in schlechtem Gesundheitszustand verbringen.
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TERMINE:

22nd European Neuroendocrine Association Congress
9.–12. September 2026
Paris (Frankreich)

Interdisziplinäre Adipositas Tage München
11.–12. September 2026
München

3rd Conference on Experimental Endocrinology
28.–29. September 2026
Gießen

13. Norddeutsche Hormon- und Stoffwechseltage
9.–10. Oktober 2026
Hamburg

 
 

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