Ausgabe 31/2026

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Mittwoch, 29. Juli 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

die Forschung hat Möglichkeiten zur Eindämmung von Infektionen mit den Hepatitisviren B und C geschaffen, doch wenn sie nicht angewendet werden, können sie nicht helfen – so lassen sich sehr kurz gefasst verschiedene Wortmeldungen zum gestrigen Welt-Hepatitis-Tag zusammenfassen.  

Das Problem beginnt schon bei der Diagnose: Fast 80 Prozent aller Menschen mit Hepatitis B oder C bleiben laut eines aktuellen Reports der Weltgesundheitsorganisation ohne eine solche. Mit als Ursache dafür, dass viele Betroffene erst gar nicht einer Diagnostik zugeführt werden, sehen Experten Fehlinformationen und hartnäckige Vorurteile – immer noch, mit verheerenden Folgen für die Betroffenen. Bruno Ciancio, Leiter der Abteilung für direkt übertragbare und durch Impfungen vermeidbare Erkrankungen beim European Centre for Disease Prevention and Control, bringt es auf den Punkt: „Niemand sollte an einer Krankheit sterben, die vermeidbar, diagnostizierbar und behandelbar ist.“ Vor allem nicht, wenn die Angst vor Stigmatisierung der Grund dafür ist. 

Bei Patienten mit Leberzirrhose kann eine Infektion mit dem Hepatitis-E-Virus (HEV) ein großes Risiko darstellen, wie eine neue Studie aus Hannover zeigt. Etwa die Hälfte der Betroffenen entwickelte unter diesen Voraussetzungen ein akutes Leberversagen auf chronischer Grundlage, und in jedem zweiten dieser Fälle war der Verlauf tödlich oder machte eine Lebertransplantation notwendig. Da HEV-Infektionen häufig übersehen werden, fordern die Autoren mehr Aufmerksamkeit für das Virus und routinemäßigere Tests.

Mehr zu diesen und weiteren Neuigkeiten können Sie in unserem Newsletter und auf unserem Nachrichtenportal finden. Ich wünsche Ihnen eine gute Restwoche!




   Ihre
   Britta Achenbach

 

 
 
Kampf gegen Hepatitis B und C: WHO fordert mehr Anstrengungen bei der Diagnostik

Kampf gegen Hepatitis B und C: WHO fordert mehr Anstrengungen bei der Diagnostik

Mehr als 80 Prozent aller von einer chronischen Hepatitis B Betroffenen weltweit bleiben derzeit ohne entsprechende Diagnose, bei der Hepatitis C sind es rund 90 Prozent. Die WHO fordert daher aktuell einen deutlich besseren Zugang zu entsprechenden Tests.

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Tierisch neu – Der SteQeyma™-Pen

Mit SteQeyma™ profitieren Gastroenterologen und ihre Patienten von hoher Flexibilität: Neben Fertigspritze und Infusionsoption steht das Ustekinumab-Biosimilar nun auch als Fertigpen zur Verfügung. Die einmalige Rücklagerung in den Kühlschrank innerhalb von 31 Tagen unterstützt ein praxisnahes Handling. Ergänzt wird dies durch eine auf 4 Jahre verlängerte Haltbarkeit.

Disclaimer und Pflichttext

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Hepatitis E: Bei bestehender Leberzirrhose sind schwerwiegende Folgen möglich

Für Menschen mit einer vorgeschädigten Leber können Infektionen mit dem Hepatitis-E-Virus (HEV) schwerwiegende Folgen haben. Eine neue Studie zeigt, dass HEV-Infektionen bei Leberzirrhose in der Hälfte der Fälle zu akutem Leberversagen führen.

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Jyseleca®: Früher Einsatz bei CU kann von Vorteil sein

Von einer Behandlung der Colitis ulcerosa (CU) mit dem präferenziellen JAK1-Inhibitor Filgotinib (Jyseleca® 200-mg-/100-mg-Filmtabletten1,a) profitieren Biologika-naive und ‑erfahrende CU-Patientinnen und -Patienten.2,3 Besonders günstige Krankheitsverläufe mit anhaltenden und klinisch relevanten Verbesserungen zeigten sich zudem bei einem frühen Einsatz von Jyseleca® im Therapieverlauf.2

Referenzen | Pflichttext

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CEDs: Immunveränderungen sind schon weit vor der Diagnose erkennbar

CEDs: Immunveränderungen sind schon weit vor der Diagnose erkennbar

Neue Erkenntnisse über den Beginn Chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen (CEDs) liefert eine gerade publizierte Studie. Diese sei eine der bislang umfassendsten Untersuchungen zur präklinischen Phase von CEDs, erklären die Autoren.

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Akute Pankreatitis: Verhindert die Hemmung des Transports von Cathepsin B die Entstehung?

Wissenschaftler haben einen bislang unbekannten Mechanismus identifiziert, der das Verständnis der akuten Pankreatitis erweitert. Im Mittelpunkt der Untersuchung von Forschenden der Universitätsmedizin Greifswald stand das Protein CLN8.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Wiederherstellung HCV-spezifischer T-Zellen ein Jahr nach Erreichen eines anhaltenden virologischen Ansprechens infolge einer Therapie mit direkt wirkenden antiviralen Medikamenten (DAA).
J Med Virol 2026;98(8):e71083.

Inzidenz der eosinophilen Ösophagitis während der oralen Immuntherapie mit einem oder mehreren Lebensmitteln.
Ann Allergy Asthma Immunol 2026;136(6):693-698.e2

Auswirkung des anfänglichen Schweregrads und des Progressionsmusters eines neu aufgetretenen Diabetes auf das Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs: Eine landesweite 15-Jahres-Längsschnitt-Kohortenstudie (Südkorea).

 
 
 
Vitamin B3 im Darm: Besonderer Weg von der Grundlagenforschung bis zur klinischen Anwendung

Vitamin B3 im Darm: Besonderer Weg von der Grundlagenforschung bis zur klinischen Anwendung

Dass sich die Rolle des Darmmikrobioms auch in puncto Stoffwechsel und Immunsystem therapeutisch nutzen lässt, zeigt die Entwicklung des Präparats CICR-NAM. Die verantwortlichen Forschenden wurden nun ausgezeichnet.

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KURZMELDUNGEN:

Eine Auswertung der letzten zwölf Monate zeigt: Leistungserbringende greifen immer öfter auf die elektronische Patientenakte zu, um mit den darin gespeicherten Gesundheitsinformationen zu arbeiten.
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Die Lebenserwartung steigt weltweit. Doch immer mehr Jahre verbringen Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen – insbesondere Frauen. Dabei ließen sich viele Probleme vermeiden.
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Warum entwickelt sich Krebs bei verschiedenen Menschen unterschiedlich – selbst, wenn sie denselben Risikofaktoren ausgesetzt sind? Eine internationale Forschungsgruppe hat jetzt an Mäusen gezeigt, dass die genetische Ausgangsausstattung eines Organismus den Verlauf der Krebsentstehung maßgeblich beeinflusst.
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TERMINE:

Hepatobiliäre Onkologie 2026
26. August 2026
online

SSAI Annual Congress and Swiss Autoimmune Liver Disease Meeting
27.–28. August 2026
Lugano (Schweiz)

5. Brandenburgisches Sommersymposium der Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie in Berlin und Brandenburg
29. August 2026
Neuruppin

22nd World Congress of Endoscopic Surgery in Conjuction
2.–5. September 2026
Yokohama (Japan)

Endosonographie-Kurs
3.–4. September 2026
Darmstadt

 
 

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