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Liebe Leserinnen und Leser,
nach wie vor sind antibiotikaresistente Erreger ein wachsendes Problem. Zur Vermeidung von Resistenzbildung spielt der rationale und verantwortungsvolle Einsatz von Antibiotika eine wesentliche Rolle. Allerdings werden Antibiotika weltweit betrachtet noch nicht optimal verwendet, wie eine aktuelle Studie aus Großbritannien zeigt: Während in ärmeren Ländern Menschen oft nicht die Wirkstoffe erhalten, die zur Therapie schwerer Infektionen nötig sind, werden in Deutschland immer noch zu häufig speziellere Antibiotika mit erhöhtem Resistenzrisiko eingesetzt. Nach Einschätzung von Tim Eckmanns vom Robert Koch-Institut in Berlin liegt das daran, dass solche „Watch“-Antibiotika in Leitlinien empfohlen werden, wenn stattdessen einfache Mittel für häufige Infektionen, also „Access“-Antibiotika, angebracht wären.
Vor der besorgniserregenden Zunahme von Antibiotikaresistenzen, die insbesondere Neugeborene und schwerkranke Kinder auf Intensivstationen gefährdet, warnen die Autoren einer weiteren aktuellen Studie. Das australische Team hatte mehr als 100.000 Infektionsproben aus 82 Ländern von unter 18-Jährigen analysiert. Dabei stellten die Forschenden fest, dass die Antibiotikaresistenzen zwischen 2004 und 2022 in jeder Weltregion zugenommen haben.
Mehr Details zu diesen beiden Studien finden Sie in unserem Newsletter. Dieser liefert auch weitere aktuelle News aus Medizin & Forschung – etwa über einen neuen Therapieansatz für Morbus Sjögren oder eine KI-Methode, die nicht nur sinnvolle Therapien vorschlägt, sondern auch Krankheitsverläufe simuliert.
Und abschließend noch eine Ankündigung in eigener Sache: Wir machen eine kleine Sommerpause – der nächste Newsletter erreicht Sie dann am 24. August.
Eine interessante Lektüre und einen guten Start in die Woche wünscht Ihnen,
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