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Liebe Leserinnen und Leser,
Technik und Mensch verbindet eine fortwährende Hassliebe: Zwar verfluchen wir sie regelmäßig, doch eigentlich ist unser Ärger lediglich Ausdruck unserer wachsenden Abhängigkeit. Auch der medizinische Fortschritt wird maßgeblich von technologischen Entwicklungen getrieben. Deshalb habe ich Ihnen heute fünf spannende neue Methoden mitgebracht – vier davon „Made in Germany“ –, mit denen laut ihren Erfindern auch in der Forschung nun Einiges mehr möglich sein sollte.
Mit SPARK, einem autonomen, agentenbasierten KI-System, stellen Forschende der Uniklinik Köln beispielsweise ein neues Tool für die Präzisionsonkologie vor. Aus histologischen Gewebeschnitten können mit seiner Hilfe neue Informationen gewonnen werden, die präzisere Diagnosen und gezieltere Therapieentscheidungen ermöglichen könnten. Ein ähnliches Prinzip verfolgt allerdings auch das Deep-Learning-Modell „Path2Space“ – aber Konkurrenz belebt ja mutmaßlich das Geschäft!
Aus München kommt derweil eine neue Methode zur Transkriptomanalyse: „Non-destructive Transcriptomics via Vesicular Export“ beschreibt ein Verfahren, dass ohne die Lyse der zu untersuchenden Zellen auskommt. Stattdessen werden die RNA-Transkripte in Vesikeln aus der Zelle geschleust. So kann die Genexpression einer einzelnen Zelle sogar über mehrere Tage hinweg analysiert werden.
Ein US-Forschungsteam hat sich solche vesikulären Nanopartikel ebenfalls zu Nutze gemacht und ein Früherkennungssystem für Bauchspeicheldrüsenkrebs entwickelt. Außerdem stehen Ihnen zwei neue Visualisierungshilfen für neuro(patho)- oder onkologische Untersuchungen zur Verfügung. Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und ein entspanntes Feiertags-Wochenende!
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