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Liebe Leserinnen und Leser des Kompakt Nephrologie,
bei Lupusnephritis wird die Niere vom Immunsystem angegriffen und geschädigt. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse aus den USA zielen allerdings nicht darauf ab, das Immunsystem zu unterdrücken, sondern darauf, die Funktion der Nierenendothelzellen zu verbessern. Dabei betonen die Forscher der Medical University of South Carolina den Nutzen von Arzneimitteln, mit denen Entzündungen eingedämmt werden und sich eine schützendere Umgebung schaffen lässt. Konkret führte L-Sepiapterin zu einer verringerten Expression von Genen, die mit oxidativem Stress in Zusammenhang stehen, sowie zu einer erhöhten Expression solcher Gene, die mit der Stickoxidproduktion assoziiert sind.
Neue Erkenntnisse für die Nephrologie kommen auch aus der onkologischen Forschung. Ein Team vom Vanderbilt University Medical Center, USA, hat die Ergebnisse der KEYNOTE-426-Studie zu Nierenkrebs präsentiert. Diese bestätigten eine Zwischenanalyse aus dem Jahr 2019. Dort wurde festgestellt, dass Patienten, die mit den Wirkstoffen Pembrolizumab und Axitinib behandelt werden, ein längeres Gesamt- und progressionsfreies Überleben sowie höhere objektive Ansprechraten aufwiesen als diejenigen, die den Wirkstoff Sunitinib einnahmen.
Das könnte Sie auch interessieren: Eine weitere Studie aus den USA untersuchte Dialysepatienten mit Akutem Koronarsyndrom als Folge einer terminalen Niereninsuffizienz. Laut den Forschern der University of Cincinnati gibt es große Wissenslücken hinsichtlich der geschlechtsspezifischen Unterschiede bei der Behandlung. Sie stellten fest, dass Frauen weniger erste kardiale Revaskularisierungen oder perkutane Koronarinterventionen (PCI) erhielten als Männer. Bei Frauen war das Gesamtmortalitätsrisiko bei PCI geringer.
Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und ein schönes Wochenende.
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