Ausgabe 23/2026

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Dienstag, 02. Juni 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

heute geht in Chicago (USA) die Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) zu Ende. Erste dort vorgestellte Ergebnisse zu Lungenkrebs können wir Ihnen im heutigen Newsletter vorstellen, und auch vier der fünf unter „Unsere Auswahl“ präsentierten Studien stammen vom ASCO 2026. Ganz im Zeichen des Kongresses wird der Newsletter am nächsten Dienstag stehen. Doch nun zu den Ergebnissen der LIBRETTO-432-Studie, die Dr. David R. Spigel, ASCO-Experte für Lungenkrebs, als unmittelbar praxisverändernd einstuft. In dieser Studie wurde Selpercatinib beim RET-positiven Nichtkleinzelligen Lungenkrebs (NSCLC) im Stadium IB-IIIA untersucht, wobei sich die nun vorgestellte Analyse auf stärker gefährdete Patienten (Stadium II-IIIA) konzentrierte: Bei ihnen wurde das mediane ereignisfreie Überleben (EFS) mit dem RET-Inhibitor nicht erreicht, während es mit Placebo 31,8 Monate betrug. Bei Berücksichtigung aller Teilnehmer wurde das EFS in beiden Gruppen nicht erreicht.
Bei Brustkrebs ist die neoadjuvante Therapie ein alter Hut, ihr Nutzen beim Prostatakarzinom wird erst jetzt so langsam entdeckt. So belegt eine Mitte Mai auf dem Jahreskongress der American Urological Association (AUA) in Washington/DC (USA) vorgestellte Studie, dass eine neoadjuvante Hormontherapie beim lokalisierten Hochrisiko-Prostatakrebs die Kontinenz und die Potenz nach einer Prostatektomie verbessert. Übrigens hat ein Cochrane-Review das kontroverse Thema PSA-Screening aufgegriffen und kommt zu dem Ergebnis, dass es innerhalb der untersuchten Zeitspanne von 23 Jahren wahrscheinlich das Risiko senkt, an Prostatakrebs zu sterben.
Mehr zu diesen und weiteren Themen finden Sie in diesem Newsletter, auf unserem Nachrichtenportal sowie in unserer Zeitschrift KOMPAKT ONKOLOGIE. Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und eine entspannte Woche!




   Ihre
   Sandra Frins

 

 
 
ASCO 2026: Adjuvantes Selpercatinib verlängert ereignisfreies Überleben beim RET-positiven NSCLC

ASCO 2026: Adjuvantes Selpercatinib verlängert ereignisfreies Überleben beim RET-positiven NSCLC

Eine adjuvante Behandlung mit Selpercatinib kann dazu beitragen, das Risiko zu senken, dass der Krebs bei Patienten mit frühem RET-positiven Nichtkleinzelligen Lungenkrebs (NSCLC) zurückkehrt, fortschreitet oder zum Tod führt. Diese Ergebnisse der LIBRETTO-432-Studie wurden auf der Jahrestagung 2026 der American Society of Clinical Oncology (ASCO) vorgestellt, die vom 29. Mai bis 2. Juni in Chicago stattfindet.

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OS-Vorteilc in der Adjuvanz: Jetzt bewertet mit AGO++2,6

Mit den aktualisierten AGO‑Empfehlungen 2026 wird Verzenios® (Abemacicliba) in Kombination mit endokriner Therapie bei HR+, HER2– nodal‑positivem frühem Brustkrebs mit erhöhtem Rezidivrisiko# erstmals mit ++ bewertet – basierend auf Daten der monarchE‑Studie.2,6

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Lokalisierter Hochrisiko-Prostatakrebs: Neoadjuvante Therapie verbessert Kontinenz und Potenz nach Prostatektomie

Könnte eine neoadjuvante Hormontherapie vor einer Prostatektomie bei Patienten mit lokalisiertem Hochrisiko-Prostatakarzinom zu einem besseren Kontinenz- und Potenzerhalt führen? Eine aktuelle Phase-II-Studie aus den USA scheint dies zu bestätigen.

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Neu: Itovebi® erhält AGO ++ in der 1L
des ER+/HER2- mBC

Die AGO bewertet Itovebi® (Inavolisib) in Kombination mit Palbociclib und Fulvestrant bei PIK3CA-mutiertem ER+/HER2- mBC mit einem Doppelplus (++) für die 1L-Therapie. In der INAVO120-Studie zeigte sich, dass Patientinnen durch die Hinzunahme von Inavolisib von einem signifikant längeren Gesamtüberleben profitieren können – bei handhabbarem Nebenwirkungsprofil.

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Cochrane-Review: PSA-Screening senkt wahrscheinlich die Sterblichkeit durch Prostatakrebs

Cochrane-Review: PSA-Screening senkt wahrscheinlich die Sterblichkeit durch Prostatakrebs

Ob Bluttests auf das Prostata-spezifische Antigen (PSA) zur Früherkennung von Prostatakrebs mehr Nutzen als Schaden bringen, wird auch in Deutschland seit Jahren kontrovers diskutiert. Ein aktualisierter Cochrane-Review zeigt: Das PSA-Screening senkt innerhalb der untersuchten Zeitspanne von 23 Jahren wahrscheinlich das Risiko, an Prostatakrebs zu sterben.

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Das Ziel: Claudin 18.2 – Die Standardtherapie:
VYLOY™

Daten, die überzeugen: 17,9 Monate mOS unter VYLOY™ + Chemotherapie# bei Zensierung von Patienten mit Übelkeit/Erbrechen und Dosisunterbrechung oder Therapieabbruch.*,1 Effektive Antiemese beachten.

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Implantierbare „Zytokin-Fabriken“ zur Behandlung des Ovarialkarzinoms

Implantierbare „Zytokin-Fabriken“, die eine Immuntherapie direkt am Ort der Erkrankung bereitstellen, könnten in Zukunft Realität werden. Eine erste Studie am Menschen evaluierte eine neuartige zellbasierte Plattform zur lokalisierten Verabreichung von Interleukin-2 (IL-2) bei Patientinnen mit fortgeschrittenem Ovarialkarzinom.

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CME: Neue Therapieoptionen für ES-SCLC

Im Mittelpunkt dieser Fortbildung steht das extensive Stadium des kleinzelligen Lungenkarzinoms (ES-SCLC) – mit neuesten Erkenntnissen aus Forschung, klinischer Praxis und Leitlinienarbeit. Als Grundlage dienen Inhalte des Jahreskongresses der DGP – einer der wichtigsten deutschsprachigen Fachkongresse für Atemwegserkrankungen und Lungenkrebs. Nehmen Sie hier teil!

Pflichttext & Referenzen

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Aneuploidie-Score sagt Therapieansprechen bei pädiatrischen Tumoren voraus

Aneuploidie-Score sagt Therapieansprechen bei pädiatrischen Tumoren voraus

Forschende der Universität Birmingham (Großbritannien) haben einen neuen Biomarker für das Ansprechen auf eine bestimmte Form der Krebstherapie identifiziert, die bei Kindern mit Ewing-Sarkom und anderen Tumorarten zum Einsatz kommt.

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Zungenkarzinom: Moderne Mikrochirurgie ermöglicht mehr Lebensqualität

In Deutschland erkranken rund 13.000 Menschen pro Jahr neu an einem Oropharynxkarzinom, mit einer Fünf-Jahres-Überlebensrate im fortgeschrittenen Stadium von 50 bis 60 Prozent. Moderne Mikrochirurgie bietet neue Perspektiven – vor allem beim Zungenkarzinom.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Teclistamab beim Multiplen Myelom mit einer bis drei vorangegangenen Therapielinien.
N Engl J Med 29.05.2026

Sunvozertinib als Erstlinientherapie bei NSCLC mit EGFR-Exon-20-Insertionsmutationen.
N Engl J Med 29.05.2026

PARP- und Androgen-Signalweg-Inhibition plus ADT beim metastasierten Prostatakarzinom.
N Engl J Med 30.05.2026

Daraxonrasib oder Chemotherapie beim vorbehandelten metastasierten Pankreaskarzinom.
N Engl J Med 31.05.2026

Zanidatamab mit und ohne Tislelizumab beim HER2-positiven gastroösophagealen Karzinom.
N Engl J Med 2026;394:2002-2014.

 
 
 
Bewertung kutaner Nebenwirkungen onkologischer Therapien

Bewertung kutaner Nebenwirkungen onkologischer Therapien

Forschende aus den USA fordern die Aktualisierung eines weit verbreiteten Systems zur Graduierung von Nebenwirkungen onkologischer Therapien. Die derzeitigen Kriterien könnten die Schwere kutaner Toxizitäten nicht zuverlässig abbilden.

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PANORAMA:

Ein Vitamin-D-Mangel geht mit stärkeren – von moderat bis schwer reichenden – Schmerzen nach einer Brustkrebs-Operation sowie einem erhöhten Verbrauch an Opioiden einher.
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In der Europäischen Woche gegen den Krebs (25. bis 31. Mai) rückte ein neues Forschungsprojekt der Universität Bielefeld in den Fokus: CHEM-SCAN macht sichtbar, wie Tumorzellen auf Therapien reagieren – und wie sich Behandlungen künftig gezielter auswählen und anpassen lassen könnten.
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Auf der Verleihung der Deutschen Startup Awards wurde Brustkrebs-Expertin Prof. Pia Wülfing am 21. Mai mit dem Preis für die „Impact Entrepreneurin des Jahres“ ausgezeichnet.
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Wissenschaftler des Sydney Brenner Institute for Molecular Bioscience (SBIMB) an der Universität Witwatersrand (Südafrika) untersuchen, ob Bakterien im Speichel Hinweise auf Plattenepithelkarzinome der Speiseröhre geben können – bei geringem Kostenaufwand.
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TERMINE:

45. Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Senologie
11.–13. Juni 2026
München

EHA 2026 Congress
11.–14. Juni 2026
Stockholm (Schweden)

GI-Oncology – 22. Interdisziplinäres Update
13. Juni 2026
Wiesbaden

Vision Zero Berlin Summit
15.–16. Juni 2026
online

ESMO Gynaecological Cancers Congress 2026
17.–19. Juni 2026
Kopenhagen (Dänemark)

27. Update gynäkologische Onkologie
17. Juni 2026
Berlin

 
 

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