Ausgabe 03/2026

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Dienstag, 13. Januar 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

zunächst einmal ein frohes neues Jahr!
Warum wirken Therapien mit Antikörpern bei vielen Patienten, aber nicht bei jedem? Eine potenzielle Ursache haben Schweizer Wissenschaftler jetzt beschrieben: Schon eine einzelne ausgetauschte Aminosäure im Epitop reicht aus, damit der Antikörper nicht mehr andocken kann. Und solche natürlich vorkommenden Varianten der Aminosäure-Abfolge in Epitopen gibt es offenbar nicht selten. Erstautorin Dr. Romina Marone hält einen genetischen Test in diesem Kontext für einen vergleichsweise kleinen Kostenpunkt.
Auch im neuen Jahr möchte ich noch einmal auf die Jahrestagung der American Society of Hematology zurückkommen: Dort vorgetragenen Forschungsergebnissen zufolge steigt die Bedeutung Chemotherapie-freier Ansätze bei Blutkrebs. In der Übersichtsmeldung sind vier Studien verlinkt, und zwar zu Azacitidin und Venetoclax bei Akuter myeloischer LeukämieEpcoritamab plus Rituximab und Lenalidomid beim rezidivierten/refraktären Follikulären LymphomPirtobrutinib bei Chronischer lymphatischer Leukämie und beim Kleinzelligen lymphatischen Lymphom sowie zu Ponatinib plus Blinatumomab bei Ph+ Akuter lymphatischer Leukämie.
Aufgrund ihrer immensen Bedeutung finde ich Studien zur krebsinduzierten Kachexie immer wieder spannend – laut der Medizinischen Hochschule Hannover ist sie je nach Krebsart für 20 bis 50 Prozent aller krebsbedingten Todesfälle weltweit verantwortlich. Aktuelle Studienergebnisse aus Hannover geben einen Einblick darin, wie entzündungsfördernde Zytokine in den Stoffwechsel der Muskeln eingreifen und sie aktiv umgestalten.
Ich wünsche Ihnen einen guten Start in das Jahr 2026!




   Ihre
   Sandra Frins

 

 
 
Antikörpertherapien: Genetische Varianten können sie unwirksam machen

Antikörpertherapien: Genetische Varianten können sie unwirksam machen

Schweizer Forscher berichten in einer aktuellen Arbeit, dass bereits aufgrund minimaler genetischer Abweichungen bestimmte antikörperbasierte Therapien bei manchen Patienten nicht wirken können.

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NEUE DATEN FÜR 1L NSCLC-PATIENT:INNEN
MIT TUMORSTATUS PD-L1<1%

Das finale 6-Jahresupdate der CM9LA belegt:  Die Kombination aus YERVOY® + OPDIVO® plus zwei Zyklen Chemotherapie zeigt ein stabiles OS-Plateau bei NSCLC-Patient:innen mit Tumorstatus PD-L1<1%  – mit bestätigter Wirksamkeit bei Plattenepithel- und Adenokarzinom (expl. Post-hoc Analyse).1 Mehr Möglichkeiten für mehr Patient:innen.

Fachinformation | Referenzen

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ASH 2025: Chemotherapie-freie Ansätze gewinnen bei Blutkrebs an Bedeutung

Zielgerichtete und Immuntherapien bieten zunehmend praktikable Alternativen zu den Chemotherapien, die jahrzehntelang ein Eckpfeiler der Behandlung von Menschen mit Blutkrebs waren.

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Seien Sie dabei: Expertendiskussion Talking HEAMOFUTURE

Sie haben den ASH 2025 ​verpasst​? Seien Sie am 14. Januar 2026 beim interaktiven Webinar live dabei und diskutieren Sie mit führenden Expert:innen über die aktuellen Daten. 

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Eierstockkrebs: Protein Claudin-4 könnte neues therapeutisches Ziel darstellen

Eierstockkrebs: Protein Claudin-4 könnte neues therapeutisches Ziel darstellen

Laut US-Wissenschaftlern könnte das Protein Claudin-4 bei Patientinnen mit einem hochgradigen serösen Ovarialkarzinom ein neues therapeutisches Ziel darstellen.

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Langzeitdaten belegen dauerhaften Nutzen für HCC-Patienten

Die Kombination aus Tecentriq® (Atezolizumab) und Bevacizumab ist in der Erstlinie ein etablierter Standard beim fortgeschrittenen HCC. Die einzigartigen Real-World-Daten der französischen CHIEF-Kohorte bestätigen den OS-Vorteil aus klinischen Studien und zeigen zudem bei einem mOS von 22,8 Monaten einen Langzeitüberlebensvorteil mit einer 3 ½ Jahres-OS-Rate von 44 %.

Pflichttext

Young woman caring for elderly man in a sunlit room with winter scenery outside
 
 
 
 

Kachexie: Wie Krebs-Botenstoffe die Muskeln zerstören

MHH-Wissenschaftler untersucht, wie entzündungsfördernde Zytokine in den Stoffwechsel der Muskeln von Krebspatienten eingreifen und sie aktiv umgestalten.

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Darmkrebs: Bluttest kann bei Identifizierung von Patienten helfen, die von NSAIDs profitieren

Darmkrebs: Bluttest kann bei Identifizierung von Patienten helfen, die von NSAIDs profitieren

Erkenntnisse aus einer Studie der Alliance for Clinical Trials in Oncology zur Behandlung von Darmkrebs könnten zu individualisierten Therapien und besseren Behandlungsergebnissen führen.

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ATRT: Kombinationstherapie erzielt vielversprechende Ergebnisse

Wissenschaftler des St. Jude Children’s Research Hospital in in Memphis (USA) haben einen vielversprechenden Kombinationsansatz zur Behandlung des atypischen teratoiden/rhabdoiden Tumors (ATRT) gefunden.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Toripalimab vs. Dacarbazin als Erstlinientherapie für das fortgeschrittene akrale Melanom: Die randomisierte klinische Phase-III-Studie MELATORCH
JAMA Oncol 02.01.2026

Nivolumab in Kombination mit definitiver Radiochemotherapie beim Plattenepithelkarzinom der Speiseröhre (NOBEL): eine multizentrische, einarmige Machbarkeitsstudie der Phase II
eClinicalMedicine 2026;91:103689

Tiragolumab plus Atezolizumab und Chemotherapie als Erstlinienbehandlung für Patienten mit inoperablem Plattenepithelkarzinom der Speiseröhre (SKYSCRAPER-08): eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Phase-III-Studie
Lancet Oncol 2026;27(1):103-115


Erstlinienbehandlung mit Tiragolumab plus Atezolizumab und Chemotherapie bei Patienten mit unbehandeltem, lokal fortgeschrittenen, nicht resezierbaren oder metastasierten Ösophaguskarzinom (MORPHEUS-EC): eine randomisierte, offene Phase-Ib/II-Studie
Lancet Oncol 2026;27(1):90-102

Capivasertib plus Abirateron bei PTEN-defizientem metastasierten hormonsensitiven Prostatakrebs: Phase-III-Studie CAPItello-281
Ann Oncol 2026;37(1):53-68

 
 
 
Chemoimmuntherapie verbessert die Prognose beim Neuroblastom

Chemoimmuntherapie verbessert die Prognose beim Neuroblastom

Kinder mit Neuroblastom, die auf die Erstbehandlung nicht angesprochen haben oder bei denen ein Rückfall aufgetreten ist, könnten laut den Ergebnissen einer klinischen Studie von einer Ergänzung der üblichen Chemotherapie durch eine Antikörperbehandlung profitieren.

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PANORAMA:

US-amerikanische Forschende haben bei Solariumsnutzern doppelt so viele Mutationen wie bei Nichtnutzern gefunden. Die Haut erscheint genetisch um Jahrzehnte gealtert.
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Unter Leitung des Forschungsinstituts Kinderkrebs-Zentrum Hamburg und des KiTZ Hopp-Kindertumorzentrums Heidelberg hat ein internationales Team eigenen Angaben zufolge den weltweit umfassendsten epigenetischen Atlas von Mausmodellen für kindliche Krebserkrankungen erstellt.
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Mit einer neuen CRISPR-basierten Sequenzierungsmethode können auch extrem geringe Mengen mutierter DNA detektiert werden.
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Dr. Isis Tara Wolf hat für ihre Forschung zur Photoimmuntherapie bei Prostatakrebs den Klaus-Mangold-Preis des Universitätsklinikums Freiburg erhalten.
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Mit der Berufung von Prof. Alexander Volk als W3-Professor für Familiäre Tumorerkrankungen an der Universität zu Köln und der Uniklinik Köln ist die Erweiterung des Zentrums Familiärer Brust- und Eierstockkrebs und Gründung des Instituts Familiäre Tumorerkrankungen zum 1. Januar 2026 verbunden.
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TERMINE:

Fortbildungsveranstaltung in der Krebsregistrierung (ADT), Block 2
19. - 23. Januar 2026
online

4th International Symposium on Tumor-Host Interaction in Head and Neck Cancer
22. - 24. Januar 2026
Essen

EASL Liver Cancer Summit 2026
22. - 24. Januar 2026
Edinburgh, Großbritannien

AKO/AUO Intensivkurs Uro-Onkologie 1. Teil 2026
30. - 31. Januar 2026
online

18. Interdisziplinäres Symposium Thoraxonkologie
6. - 7. Februar 2026
Heidelberg

 
 

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