Ausgabe 40/2025

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Donnerstag, 02. Oktober 2025

Liebe Leserinnen und Leser,

wie groß ist der Wille der Politik wirklich, am Patienten anzusetzen, um die Ressourcen im Gesundheitswesen effizienter zu nutzen? Was dazu im Koalitionsvertrag der schwarz-roten Regierung stehe, sei „butterweich“ – so Dr. Sven Schellberg, niedergelassener Allgemeinmediziner im Berufspolitischen Forum beim 77. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie in Hamburg. Wie eine gelungene Patientensteuerung aussehen könnte, das stellte dort der Urologe Dr. Michael Rug aus Karlsruhe vor – nämlich in Gestalt eines Selektivvertrags – bei hausarztzentrierter Versorgung nach §73b SGB V und „besonderer“ Facharztversorgung nach §140a SGB V.

Aufhorchen ließen auch die Äußerungen eines Krankenkassenvertreters beim Berufspolitischen Forum. „Es geht an keiner Stelle darum, dass Geld abgezogen wird“, sagte Maurice Bröhl von der AOK Rheinland/Hamburg, mehr noch: „Natürlich sollte jede Facharztgruppe auskömmlich ausgestattet werden.“ Das klingt wie blanker Hohn angesichts aktueller Regressforderungen mancher Krankenkassen gegenüber Urologen, die ihre Patienten nicht schnell genug auf generisches Abirateron umgestellt haben. Doch was die Selektivverträge angeht, hat Bröhl sogar recht: Hier stehen sich, wie in dem Forum zu erfahren war, tatsächlich die Ärzte besser und trotzdem kann die Krankenkasse sparen – sieht nach einem gangbaren Weg aus.

Lesen Sie außerdem in unserem Newsletter aktuelle Nachrichten aus der Wissenschaft zur Behandlung von Harnleiterstrikturen, zu einem neuen Ansatz bei Nierenkrebs und zu neuen Forschungen über die Abstoßung von Nierentransplantaten.

Eine schöne und erfolgreiche Woche wünscht Ihnen

   

   Ihr
   Markus Schmitz
   Dipl.-Biol. Redaktion Urologie

 

 
 
Patienten steuern? Politik bleibt zaghaft

Patienten steuern? Politik bleibt zaghaft

„Der gesteuerte Patient“ stand im Mittelpunkt des Berufspolitischen Forums am 18.09.2025 beim 77. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU). Doch wie ließe sich der Patient steuern, um die Ressourcen im Gesundheitswesen optimal zu nutzen – und ist es überhaupt politisch gewollt, am Patienten anzusetzen?

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    Advertorial    
 
 

Präzisionsmedizin in der urologischen Onkologie
– quo vadis?

Präzisionsonkologische Ansätze gewinnen auch in der urologischen Onkologie mehr und mehr an Bedeutung – vor allem durch den vermehrten Einsatz molekularer Diagnostik. Wenn bekannt ist, welche genetischen Veränderungen vorliegen, können präzise wirkende Therapien, passend für jede Patientin und jeden Patienten gewählt werden. Mehr über den Stand der Forschung lesen Sie im folgenden Beitrag.

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Regresse wegen Abirateron – Urologen fassungslos

Urologen sehen sich zunehmend mit Regressforderungen wegen der Verordnung zweier Standardmedikamente konfrontiert. Bestimmte Krankenkassen der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) begründen dies durch den Ablauf des Patentschutzes für den Wirkstoff Abirateronacetat im September 2022, berichtet der Berufsverband der Deutschen Urologie (BvDU) und zeigt sich „fassungslos“.

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Lange Harnleiterstrikturen: Ileum-Harnleiterersatz und Nieren-Autotransplantation sind gleichwertig

Lange Harnleiterstrikturen: Ileum-Harnleiterersatz und Nieren-Autotransplantation sind gleichwertig

Bei Patienten mit langen Harnleiterstrikturen sind der roboterassistierte ileale Ureterersatz (RAIUR) und die roboterassistierte Nierenautotransplantation (RAKAT) weitgehend gleichwertig. Das ergibt der nach Angaben der Autoren erstmalige Vergleich der funktionellen und chirurgischen Ergebnisse der beiden Techniken.

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

Wie wirkt es sich auf die postoperative Erholung der Harnwegsfunktionen aus, wenn während der roboterassistierten radikalen Prostatektomie ein vergrößter Medianlappen auffällt? Eine retrospektive Kohortenanalyse
Prostate 2025 Oct;85(14):1342-1351.

tRF-21LeuTAA fördert oxidativen Stress durch Veränderung der Glutathion-Stoffwechselenzyme und unterstützt so das Fortschreiten von Prostatakrebs
Cancer Res 2025 Aug 29. doi: 10.1158/0008-5472.CAN-25-0273.

Pioglitazon unterdrückt die Bildung von Urotheltumoren in vitro: Ein potenzieller chemopräventiver Wirkstoff
Cancer Genomics Proteomics 2025 Sep-Oct;22(5):750-759.

 
 

Nierenkrebs: Hemmung von PRMT5 könnte die Ferroptose verstärken

Forscher der Xuzhou Medical University (China) haben untersucht, wie die PRMT5-vermittelte ACSL4-Methylierung die Ferroptose bei Nierenzellkarzinomen (RCC) reguliert – und therapeutisches Potential bei der PRMT5-Hemmung festgestellt.

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Nierentransplantation: Abstoßung geht mit Veränderungen der Lymphgefäße einher

Nierentransplantation: Abstoßung geht mit Veränderungen der Lymphgefäße einher

US-Wissenschaftler haben herausgefunden, wie sich Lymphgefäße bei chronischer Transplantatabstoßung dramatisch verändern, ihre Struktur desorganisieren und sich in ungewöhnliche Bereiche der Niere ausbreiten.

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WEITERE NACHRICHTEN:

Die Zahl der Syphilis-Infektionen in Deutschland ist laut dem Robert Koch-Institut (RKI) im Jahr 2024 auf einen Höchststand gestiegen.
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Acht Bundesländer starten im Bundesrat einen neuen Anlauf zur Widerspruchslösung bei der Organspende.
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TERMINE:

Hamburger Urologische Fortbildungsinitiative
08.10.2025
Hamburg

34. Jahrestagung der Deutschen Transplantationsgesellschaft
09.-11.10.2025
Essen

Gemeinsame Jahrestagung 2025 der Österreichischen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin und Endokrinologie und der Österreichischen IVF-Gesellschaft
09.-11.10.2025
Rust (Österreich)

 
 

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