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Liebe Leserinnen und Leser,
wie groß ist der Wille der Politik wirklich, am Patienten anzusetzen, um die Ressourcen im Gesundheitswesen effizienter zu nutzen? Was dazu im Koalitionsvertrag der schwarz-roten Regierung stehe, sei „butterweich“ – so Dr. Sven Schellberg, niedergelassener Allgemeinmediziner im Berufspolitischen Forum beim 77. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie in Hamburg. Wie eine gelungene Patientensteuerung aussehen könnte, das stellte dort der Urologe Dr. Michael Rug aus Karlsruhe vor – nämlich in Gestalt eines Selektivvertrags – bei hausarztzentrierter Versorgung nach §73b SGB V und „besonderer“ Facharztversorgung nach §140a SGB V.
Aufhorchen ließen auch die Äußerungen eines Krankenkassenvertreters beim Berufspolitischen Forum. „Es geht an keiner Stelle darum, dass Geld abgezogen wird“, sagte Maurice Bröhl von der AOK Rheinland/Hamburg, mehr noch: „Natürlich sollte jede Facharztgruppe auskömmlich ausgestattet werden.“ Das klingt wie blanker Hohn angesichts aktueller Regressforderungen mancher Krankenkassen gegenüber Urologen, die ihre Patienten nicht schnell genug auf generisches Abirateron umgestellt haben. Doch was die Selektivverträge angeht, hat Bröhl sogar recht: Hier stehen sich, wie in dem Forum zu erfahren war, tatsächlich die Ärzte besser und trotzdem kann die Krankenkasse sparen – sieht nach einem gangbaren Weg aus.
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Eine schöne und erfolgreiche Woche wünscht Ihnen
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