Ausgabe 26/2026

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Donnerstag, 25. Juni 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

vorerst wird es in Deutschland wohl kein Prostatakrebs-Screening-Programm geben. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) erkennt aufgrund der aktuellen Datenlage keinen Nutzen des risikoadaptierten Screenings mithilfe des Prostataspezifischen Antigens und der Magnetresonanztomographie an. Es ist davon auszugehen, dass der Gemeinsame Bundesauschuss (G-BA) und dann auch das Bundesgesundheitsministerium der IQWiG-Empfehlung folgen werden. So wie kürzlich im Vereinigten Königreich, wo aber immerhin ein Screening-Programm für bestimmte Risikopatienten aufgelegt wird.

Der IQWiG-Bericht hat einige handwerkliche Fehler, wie Prof. Peter Albers vom Universitätsklinikum Düsseldorf gegenüber KOMPAKT UROLOGIE feststellte. Dennoch ist der Experte „über die IQWiG-Zurückhaltung nicht undankbar, weil es uns Zeit gibt, wesentliche Fragen für ein zukünftiges Screening-Programm zu klären“. Albers leitet derzeit mehrere Studien zu Fragen des risikoadaptierten Prostatakrebs-Screenings, in denen es unter anderem um das optimale Alter der einzuladenden Männer geht, damit das Screening ein positives Nutzen-Schaden-Verhältnis erreicht.

Über Deutschland, Europa und das Vereinigte Königreich hinaus lohnt der Blick nach Westen und Osten: Eine Publikation in „The Prostate“ vergleicht die Auswirkungen der Screening-Strategien und der Alterung der Bevölkerung in den USA und China.

Zurück zu G-BA und IQWiG: Auch die Hochfrequenzenergie-Therapie bei erektiler Dysfunktion ist bei den Prüfungsgremien durchgefallen.

Weitere Artikel und Links zu neuesten Studien finden Sie in diesem Newsletter.

Viel Spaß beim Lesen und eine gute Woche wünscht Ihnen

   

   Ihr
   Markus Schmitz
   Dipl.-Biol. Redaktion Urologie

 

 
 
Der Weg zu einem deutschen Prostatakrebs-Screening-Programm ist lang und beschwerlich

Der Weg zu einem deutschen Prostatakrebs-Screening-Programm ist lang und beschwerlich

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat dem risikoadaptierten Screening (RAS) auf Prostatakrebs eine Absage erteilt. Es erkennt darin jedoch durchaus Potenzial. Studien, die neue Daten generieren sollen, laufen bereits oder sind geplant.

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Neue Daten bestätigen hohen klinischen Nutzen von NUBEQA®

Die prospektive US-amerikanische Studie ARASEC bestätigt die hohe Effektivität der Doublet-Therapie mit NUBEQA (Darolutamid) + ADT im mHSPC. Die Daten zeigen für das NUBEQA-Doublet einen klinisch relevanten und signifikanten Vorteil im Gesamtüberleben (OS) vs. ADT allein mit einer Reduktion des Sterberisikos um 50 % (HR 0,50) sowie einem um 71 % niedrigeren Risiko für Progress oder Tod (HR: 0,29).

Pflichtangaben NUBEQA® | PP-NUB-DE-1034-1

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Westen versus Osten: Krankheitslast durch Prostatakrebs im Vergleich

Die Belastung durch Prostatakrebs (PCa) hat sich in den USA und China in den vergangenen drei Jahrzehnten deutlich unterschiedlich entwickelt. Dies spiegelt die tiefgreifenden Auswirkungen der Screening-Strategien und der Alterung der Bevölkerung wider, wie eine Publikation in „The Prostate“ zeigt.

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Behandlung mit Hochfrequenzenergie bei erektiler Dysfunktion wird keine ambulante GKV-Leistung

Behandlung mit Hochfrequenzenergie bei erektiler Dysfunktion wird keine ambulante GKV-Leistung

Der Einsatz von Hochfrequenzenergie zur Behandlung einer organisch bedingten erektilen Dysfunktion wird keine ambulante GKV-Leistung. Dies ist das Ergebnis einer Methodenbewertung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA).

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Unsere Auswahl: Aktuelles aus internationalen Journals

KI-gestütztes Zystoskopie-Diagnostiksystem: Klinische Anwendung von Multiarchitektur-Deep-Learning-Modellen.
J Endourol 2026;40(8):925-934.

Kastrationsresistentes Prostatakarzinom mit Knochenmetastasen: Von den Patienten berichtete Ergebnisse der Therapie mit Radium-223 mit oder ohne Olaparib.
Cancer 2026;132(13):e70496.

Sexuelle und Harnwege-bezogene Outcomes nach iTind-Therapie bei benigner Prostatahyperplasie: Eine systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse.
Urology 12.06.2026

 
 

Muskelinvasiver Blasenkrebs: ctDNA ermöglicht personalisierte postoperative Therapie

Bei Patienten mit muskelinvasivem Blasenkarzinom (MIBC) ermöglicht eine Untersuchung auf zirkulierende Tumor-DNA (ctDNA) nach neoadjuvanter Chemotherapie (NAC) und radikaler Zystektomie (RC) die Vorhersage des Rezidivrisikos und eine personalisierte postoperative Behandlung. Dies ist das Ergebnis der dänischen TOMBOLA-Studie.

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Einfache Prostatektomie als effektive Therapieoption bei BPH mit hypokontraktiler Blase

Einfache Prostatektomie als effektive Therapieoption bei BPH mit hypokontraktiler Blase

Die einfache Prostatektomie ist bei Patienten mit Benigner Prostata-Hyperplasie (BPH) und hypokontraktiler Blase eine effektive Therapieoption. Dies haben US-Urologen herausgefunden.

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WEITERE NACHRICHTEN:

Prof. Josef Hecken beendet zum 30.06.2026 auf eigenen Wunsch seine Tätigkeit als unparteiischer Vorsitzender des Gemeinsamen Bundesauschusses.
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Mit einem Jubiläumssymposium beleuchtete die Universitätsmedizin Rostock Erfolge und Herausforderungen der Nieren- und Lebertransplantation.
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TERMINE:

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