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Liebe Leserinnen und Leser,
vorerst wird es in Deutschland wohl kein Prostatakrebs-Screening-Programm geben. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) erkennt aufgrund der aktuellen Datenlage keinen Nutzen des risikoadaptierten Screenings mithilfe des Prostataspezifischen Antigens und der Magnetresonanztomographie an. Es ist davon auszugehen, dass der Gemeinsame Bundesauschuss (G-BA) und dann auch das Bundesgesundheitsministerium der IQWiG-Empfehlung folgen werden. So wie kürzlich im Vereinigten Königreich, wo aber immerhin ein Screening-Programm für bestimmte Risikopatienten aufgelegt wird.
Der IQWiG-Bericht hat einige handwerkliche Fehler, wie Prof. Peter Albers vom Universitätsklinikum Düsseldorf gegenüber KOMPAKT UROLOGIE feststellte. Dennoch ist der Experte „über die IQWiG-Zurückhaltung nicht undankbar, weil es uns Zeit gibt, wesentliche Fragen für ein zukünftiges Screening-Programm zu klären“. Albers leitet derzeit mehrere Studien zu Fragen des risikoadaptierten Prostatakrebs-Screenings, in denen es unter anderem um das optimale Alter der einzuladenden Männer geht, damit das Screening ein positives Nutzen-Schaden-Verhältnis erreicht.
Über Deutschland, Europa und das Vereinigte Königreich hinaus lohnt der Blick nach Westen und Osten: Eine Publikation in „The Prostate“ vergleicht die Auswirkungen der Screening-Strategien und der Alterung der Bevölkerung in den USA und China.
Zurück zu G-BA und IQWiG: Auch die Hochfrequenzenergie-Therapie bei erektiler Dysfunktion ist bei den Prüfungsgremien durchgefallen.
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