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Liebe Leserinnen und Leser,
„die Politik kann nicht ernsthaft erwarten, dass Praxen dauerhaft mehr Leistungen mit immer weniger finanziellen Mitteln erbringen“, betont Dr. Axel Belusa, Präsident des Berufsverbandes der Deutschen Urologie (BvDU), angesichts des sogenannten GKV-Beitragsstabilisierungsgesetzes. Doch offenbar scheint die Politik genau das zu wollen. Schließlich wurde das Gesetz durchgepeitscht – ohne Abmilderungen für die ambulante Versorgung, wie der BvDU beklagt.
Doch Nina Warken (CDU), die das Gesetz als Bundesgesundheitsministerin durchgesetzt hat, braucht sich jetzt nicht mehr dafür zu verantworten. Im Zuge der Personalrochade, die durch den Rücktritt von Jens Spahn als CDU-Fraktionschef ausgelöst wurde, wird Warken – wie man hört, gerade wegen ihrer „Durchsetzungsfähigkeit“ – zur Kanzleramtschefin befördert. Ihr folgt jemand nach, der ebenso wenig Ahnung vom Gesundheitswesen hat: der bisherige CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann.
Offenbar scheint es unter Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) Einstellungsvoraussetzung für das Amt des Bundesgesundheitsministers zu sein, möglichst wenig Berührung mit dem Gesundheitsbereich zu haben. Wie sollte man auch sonst Entscheidungen treffen, die einem Großteil der dort tätigen Menschen das Leben schwer machen? Aus der Opposition kommt schon Kritik, dass in punkto Gesundheit „einfach mal machen“ nicht genügt. (Die Links zu unseren Berichten finden Sie unter „Personalien“.)
Doch vergessen wir vor dem politischen Durcheinander nicht Medizin und Forschung. Erstaunlich ist, welche neuen Erkenntnisse auch im 21. Jahrhundert noch im Bereich Anatomie auftauchen, die manche als abgeschlossene Wissenschaft betrachten. So waren bedeutende Fragen der Innervation des Penis bisher unbeantwortet. Spanische Wissenschaftler haben sie jetzt geklärt. Was die Therapie des Prostatakarzinoms betrifft, warten Fördergelder in Höhe von 900.000 Euro bei der Rudolf-Becker-Stiftung im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft auf Bewerber.
Lesen Sie außerdem Neues zum Nierenzellkarzinom, zur Nierentransplantation sowie – in den Studienlinks „Unsere Auswahl“ – topaktuelle Studien zu Blasen- und Prostatakrebs.
Eine schöne, erfolgreiche Woche und viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
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