Liebe Leserinnen und Leser,
vor wenigen Tagen hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) den „Pharmakovigilanzreport Tierarzneimittel“ vorgelegt. BVL-Präsidentin Prof. Gaby-Fleur Böl sagt dazu: „Bei der Sammlung von unerwünschten Ereignissen von Tierarzneimitteln arbeitet das BVL eng mit der Tierärzteschaft, den Pharmakovigilanz-Zentren der veterinärmedizinischen Hochschulen, Giftinformationszentren und Tierhaltenden zusammen.“ Hier kann jede und jeder seine Erfahrungen aus der Praxis einbringen – gerade die Meldungen der Tierärzteschaft tragen wesentlich zur Sicherheit von Tierarzneimitteln bei, wie in dem Bericht zu lesen ist. Es lohnt sich, einen Blick in das Dokument zu werfen.
Wir marschieren mit großen Schritten auf die nächste Hitzewelle zu. Darum finden Sie in unserem heutigen Newsletter einen Beitrag über Maßnahmen zur Reduktion von Hitzestress beim Geflügel. Am Ende gibt Prof. Silke Rautenschlein von der TiHo Hannover Tipps, was wir zukünftig in Bezug auf hochsommerliche Temperaturrekorde auf der Agenda haben sollten. Eine andere Form von Stress droht uns und unseren Haustieren durch Zecken. So berichtet Prof. Georg von Samson-Himmelstjerna, FU Berlin, von zunehmenden Fällen von Babesiose bei Hunden und ruft nachdrücklich zu einer ganzjährigen Prophylaxe zum Schutz vor den Blutsaugern auf.
Bei der Frage „Wie Hannibal seine Elefanten über die Alpen brachte“ fühlte ich mich augenblicklich in meine Schulzeit zurückversetzt. Denn während ich beim sonst zumeist drögen Lateinunterricht durch zumindest geistige Abwesenheit glänzte, hat mich – wie augenscheinlich viele andere auch – diese Frage niemals ganz losgelassen. Zwei „Spezialisten“ haben sich dem Thema nun durch die Hintertür mit dem Fokus auf dem Energiebedarf der Reise genähert. Insgesamt sind meine Erinnerungen an den Lateinunterricht ohnehin positiv, habe ich während einer Klausur doch die schönste Liebeserklärung meines Lebens erhalten, versteckt in einem Schokobrötchen, das mein Mann ins Klassenzimmer gebracht hat. Nach 36 gemeinsamen Jahren mit ihm, muss ich sagen, dass er und seine Familie das größte Glück sind, das mir in meinem Leben begegnet ist. Wem von so viel Schmalz übel wird, kann mit einer Meldung über die eindrücklichsten Lebensmittelskandale der vergangengen Jahrzehnte noch einen draufsetzen.
In diesem Sinne eine reibungslose Woche und viel Vergnügen bei der Lektüre,